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Breiter Radweg
Eine Familie kann den Radweg sicher und unter optimaler Aufsicht von minderjährigen Verkehrsteilnehmern nutzen. Für eine optimale Aufsicht fährt ein Kind idealerweise nicht vor oder hinter der Begleitperson, sondern in direktem Sicht- und Rufkontakt neben dieser. Die ERA unterscheidet bei der Festlegung von Verkehrsräumen nicht zwischen Kindern oder Erwachsenen, denn ein Kind benötigt durch seine weniger sichere Fahrweise den gleichen Raum wie sicher fahrende erwachsene Personen.
Um die zügige Fortbewegung für die angestrebte, steigende Zahl von Fahrradfahrenden auf Radwegen zu gewährleisten, müssen Radwege in den Planungen auch nach dem Kriterium der Leistungsfähigkeit dimensioniert werden. Eine ausreichende Breite der Radwege spielt dabei eine zentrale Rolle. Fahrradfahrende, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs sind, können sich problemlos und ohne sich zu behindern sicher überholen. Radentscheid-konforme Radwege erlauben die durchgehende, sichere Fahrt von zwei oder mehr Radfahrenden nebeneinander und garantieren durch ihre optimale Breite flächeneffizient die gewünschte Leistungsfähigkeit der Radwege.
Fahrradfahrende können entspannt nebeneinander fahren und sich während der Fahrt weitgehend unterbrechungsfrei unterhalten. Im Kfz-Verkehr ist die Möglichkeit der unterbrechungsfreien Kommunikation zwischen Lenkendem und Beifahrer*in durch die zweisitzige Bauart der Fahrzeuge und dem entprechenden Platzangebot der Fahrbahnen ohne Einschränkung immer möglich. Die Möglichkeit der unterbrechungsfreien Kommunikation zwischen zwei nebeneinander Radfahrenden ist eine Grundanforderung an eine moderne Radweginfrastruktur und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung zwischen Autofahrern und Radfahrenden. In manchen Nachbarländern werden Radwege, deren Breite ein entspanntes Nebeneinanderfahren erlauben, auch als „Communication Lanes“ bezeichnet.
Breite Radwege stellen eine erhebliche Verbesserung für mobilitätseingeschränkte Personen dar und ermöglicht eine Nutzung mit Rollatoren, Rollstühlen und Fahrrädern gleichermaßen.
App.1-3. MunichWays (Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universell-Lizenz)
Abb.4: Die Lonnekerspoorlaan mit einer breiten Busspur und einem breiten Radweg quert Enschede Roombeek (NL). Original Image Credits: QIMBY Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universell-Lizenz

- geschützter Radfahrstreifen
- verkehrsberuhigte-Straße
- Dooring-Schutzstreifen
- Vom-Fußverkehr-getrennter-Radweg
- Geschwindgkeitsreduzierung Tempo 30
- Tempo 20
- breiter Radweg
- Abstützhilfen
- Beleuchtung
- Vorfahrt Fuß- und Radverkehr
- Grüner Pfeil zum Rechtsabbiegen
- grüne Welle
- Brücke für Fuß- und Fahrradverkehr
- verkehrsberuhigte-Straße
- Dooring-Schutzstreifen
- Höhengleiche-Querungen mit Fahrbahnverengung
- ebener Radweg (wurzelfrei und ohne Bordsteinkanten)
- Fahrbahnverengung / Dreiviertelinsel
- Diagonalsperre
- Schranke
- Einmündungen mit freier Sicht
- Ampel für Radfahrende
- Radverkehrsführung im Kreisverkehr
- vorgezogene Aufstellfläche
- Aufstellfläche zum Linksabbiegen
- Fahrradfreundliche Umlaufgitter
4. Bedarfsgerechte, flächendeckende und sichere Fahrradabstellmöglichkeiten
5. Eine Flächeneffiziente und sozial gerechte Aufteilung des öffentlichen Raums