Peter Marschat, MCCA, *2550#
Bildschirmtext bietet eine große Palette an textorientierten Darstellungsformen. Zur Seite benötigt ein ambitionierter BTX-Anbieter ein geeignetes Werkzeug, das ihm die Umsetzung des Bildschirminhalts in CEPT-Codes abnimmt. Derzeit ist das Angebot an solchen Werkzeugen nicht sehr umfangreich. Neben sehr teuren Workstations und der Editiersoftware für Mupid gibt es für PCs (mit Decodix) nur 2 Produkte: "EVE" von der Firma Infonova und den "BTX-Publisher" der Firma Verbis.
Dieser Beitrag beschreibt alle CEPT-Befehle der Alphamosaik-Ebene (C0), um einerseits jedem Interessierten die Möglichkeit zu geben, eigene CEPT-Seiten ohne teure Editiersoftware zu erstellen und andererseits Softwareentwicklern einen Anstoß zu geben, neue Editiersoftware zu schreiben.
- 5 fixe Zeichensätze
- 1 frei definierbarer Zeichensatz (DRCs)
- 32 Farben aus einer Palette von 4096
- Attribute: 18 Blinkmodi, Unterstreichen, 4 Größen, Verdecken, 2 Bildschirmformate, Scrolling, etc.
In den 5 Zeichensätzen sind neben den ASCII-Zeichen nationale Sonderzeichen, mathematische Zeichen und Symbole, sowie Mosaikzeichen integriert. Bis zu 94 Zeichen können frei definiert werden. Alle Steuercodes sind durch CEPT-Normen festgelegt (CEPT ist die Vereinigung der europäischen Postverwaltungen).
Im Folgenden werden alle Steuercodes und Parameterwerte in hexadezimaler (sedezimaler) Form dargestellt.
Die Darstellung eines Bildes erfolgt in 5 übereinanderliegenden Ebenen:
- (unterste) Ebene: schwarz (bzw. Video, TV)
- Ebene: Schirmhintergrund
- Ebene: Vektorgrafik (C1 und C2)
- Ebene: Zeichenhintergrund
- Ebene: Zeichenvordergrund
Die Ebenen 2, 4 und 5 sind mit den Kontrollcodes von C0 frei manipulierbar.
Die Ebenen 4 und 5 benutzen ein Raster von 24 Zeilen zu je 40 Zeichen. Dieses Format kann geändert werden auf 20 Zeilen zu je 40 Zeichen (kommt in der Praxis kaum vor). Zusätzlich kann "wraparound" (= automatisches Linefeed bei Zeilenende) ein- und ausgeschaltet werden. Hier die entsprechenden Code-Sequenzen:
wraparound:
1F 2D 24 x 40 ein
1F 2D 71 24 x 40 aus
1F 2D 42 20 x 40 ein
1F 2D 42 71 20 x 40 aus
Wir unterscheiden den seriellen und den parallelen Modus für das Setzen von Attributen. Serielle Attribute gelten bis zum Zeilenende und besetzen eine Zeichenposition am Schirm. Parallele Attribute werden sozusagen dem Cursor angeheftet und gelten bis zur nächsten Änderung dieses Attributs.
1F 2F 41 serieller Grundzustand
1F 2F 42 paralleler Grundzustand
1F 2F 43 ser. eingeschränkter Grundzustand
1F 2F 44 par. eingeschränkter Grundzustand
Im Grundzustand wird der Bildschirm gelöscht und es werden die Default-Werte für die Zeichensätze und die Attribute gesetzt. Der eingeschränkte Grundzustand setzt nur die Zeichensätze zurück.
Es stehen 5 fixe Zeichensätze und ein freidefinierbarer Zeichensatz (DRCs) zur Verfügung.
Standard - G0 - Satz: ASCII-Zeichensatz
Standard - G1 - Satz: Mosaikzeichen
Standard - G2 - Satz: Sonderzeichen
Standard - G3 - Satz: Balken, Pfeile, Punkte, Mosaik
L - Satz: Kombination aus G0 und G1
DRCs - Satz: max. 94 freidefinierbare Zeichen unterschiedlicher Auflösung
Im Grundzustand wird mit den Zeichencodes 20 bis 7F flinker Zeichenbereich) der Standard-G0-Satz benutzt und mit den Codes A0 bis FF (rechter Zeichenbereich) der Standard-G2-Satz angezeigt.
Mit den folgenden Sequenzen können die anderen Zeichensätze aktiviert werden:
0E G1 im linken Zeichenbereich
1B 7E G1 im rechten Zeichenbereich
1B 6F G3 im linken
1B 7C G3 im rechten
1B 6E G2 im linken
1B 7D G2 im rechten (default)
0F G0 im linken (default)
Wenn nur ein einzelnes Zeichen aus dem G2- oder G3-Satz gebraucht wird, kann es mit einem einfachen Steuerzeichen in den linken Zeichenbereich geholt werden:
19 1 Zeichen aus dem G2 - Satz
1D 1 Zeichen aus dem G3 - Satz
Der L-Satz stellt eine Ausnahme dar. Er ist nur im seriellen Modus durch die Codes 90 bis 97 aktivierbar (im linken Zeichenbereich). Ausgeschaltet wird er durch Verlassen der Zeile, durch Wechsel in den parallelen Modus, durch setzen des linken Zeichenbereichs oder durch Löschen des Bildschirms.
Weiters können die Standard-G-Sätze und der DRCs-Satz frei auf die Plätze G0 bis G3 aufgeteilt werden:
1B 28 40 Standard-G0-Satz im G0-Satz (default)
1B 29 40 Standard-G0-Satz im G1-Satz
1B 2A 40 Standard-G0-Satz im G2-Satz
1B 2B 40 Standard-G0-Satz im G3-Satz
1B 28 63 Standard-G1-Satz im G0-Satz
1B 29 63 Standard-G1-Satz im G1-Satz (default)
1B 2A 63 Standard-G1-Satz im G2-Satz
1B 2B 63 Standard-G1-Satz im G3-Satz
1B 28 62 Standard-G2-Satz im G0-Satz
1B 29 62 Standard-G2-Satz im G1-Satz
1B 2A 62 Standard-G2-Satz im G2-Satz (default)
1B 2B 62 Standard-G2-Satz im G3-Satz
1B 28 64 Standard-G3-Satz im G0-Satz
1B 29 64 Standard-G3-Satz im G1-Satz
1B 2A 64 Standard-G3-Satz im G2-Satz
1B 2B 64 Standard-G3-Satz im G3-Satz (default)
1B 28 20 40 DRCs-Satz im G0-Satz
1B 29 20 40 DRCs-Satz im G1-Satz
1B 2A 20 40 DRCs-Satz im G2-Satz
1B 2B 20 40 DRCs-Satz im G3-Satz
Die Codes 00 bis 1F und 80 bis 9F werden als Steuerzeichen interpretiert, wobei einige Zeichen "verboten" sind. Sie sind für die Steuerung der Kommunikation zwischen BTX-Zentrale und Endgerät reserviert (Link-Level-Protokoll).
00 - 07 Protokollzeichen
08 Cursor links
09 Cursor rechts
0A Cursor hinunter
0B Cursor hinauf
0C Schirn löschen
0D Cursor zun Zeilenanfang (CR)
0E G1-Satz in linken Zeichenbereich
0F G0-Satz in linken Zeichenbereich
10 Protokollzeichen
11 Cursor sichtbar
12 Zeichenwiederholung (siehe Text)
13 INI (* für Seitenaufruf)
14 Cursor unsichtbar
15 - 17 Protokollzeichen
18 Zeichen löschen (cancel)
19 1 Zeichen aus G2-Satz
1A Protokollzeichen
1B ESCAPE: Einleitung einer Code-Sequenz
1C TER (# für Seitenaufruf)
1D 1 Zeichen aus G3-Satz
1E Cursor linka oben (home)
1F US: Einleitung einer Code-Sequenz
bzw. APA: Cursor-Positionierung
Der Code 12 (repeat) wiederholt das zuletzt angezeigte Zeichen bis zu 63 mal. Die genaue Anzahl der Wiederholungen gibt das Zeichen nach dem Code 12 an. Es kann Werte von 41 (1 mal) bis 7F (63 mal) annehmen.
APA (Code 1F) ermöglicht die direkte Positionierung des Cursors am Bildschirm, wobei das folgende Zeichen die Zeile (Code 41 bis 58) und das darauffolgende Zeichen die Spalte (Code 41 bis 68) angibt.
Die Steuerzeichen des rechten Zeichenbereichs (80 bis 9F) werden im seriellen Modus anders interpretiert als im parallelen Modus:
serieller Modus: paralleler Modus:
80 G1-Satz schwarz Zeichenvordergrund schwarz
81 G1-Satz rot Zeichenvordergrund rot
82 G1-Satz grün Zeichenvordergrund grün
83 G1-Satz gelb Zeichenvordergrund gelb
84 G1-Satz blau Zeichenvordergrund blau
85 G1-Satz magenta Zeichenvordergrund magenta
86 G1-Satz cyan Zeichenvordergrund cyan
87 G1-Satz weiß Zeichenvordergrund weiß
88 Blinken ein Blinken ein
89 Blinken aus Blinken aus
8A transparenter Bereich aus transparenter Bereich aus
8B transparenter Bereich ein transparenter Bereich ein
8C normale Größe normale Größe
8D doppelte Höhe doppelte Höhe
8E doppelte Breite doppelte Breite
8F doppelt hoch und breit doppelt hoch und breit
90 L-Satz schwarz Zeichenhintergrund schwarz
91 L-Satz rot Zeichenhintergrund rot
92 L-Satz grün Zeichenhintergrund grün
93 L-Satz gelb Zeichenhintergrund gelb
94 L-Satz blau Zeichenhintergrund blau
95 L-Satz magenta Zeichenhintergrund magenta
96 L-Satz cyan Zeichenhintergrund cyan
97 L-Satz weiß Zeichenhintergrund weiß
98 verdeckte Anzeige verdeckte Anzeige
99 Unterstreichen aus Unterstreichen aus
9A Unterstreichen ein Unterstreichen ein
9B CSI: Einleitung einer CSI: Einleitung einer
Code-Sequenz Code-Sequenz
9C schwarzer Hintergrund normale Farbpolarität
9D neue Hintergrundfarbe inverse Polarität (Vorder-
ist letzte aktuelle Farbe grund/Hintergr. vertauscht)
9E wiederhole Mosaikzeichen transparenter Hintergrund
bei ser. Steuerzeichen
9F Mosaikwiederholung aus verdeckte Anzeige aus
1B 23 20 5i Farbe für ganzen Schirm (Ebene 2)
1B 23 20 5E transparenter Schirmhintergrund
Ebene 1 wird sichtbar (Video, TV oder schwarz)
1B 23 21 4i Farbe für Zeichenvordergrund der angezeigten
Zeichen in der aktuellen Zeile
1B 23 21 5i Farbe für Zeichenhintergrund der angezeigten
Zeichen in der aktuellen Zeile, inklusive der
beiden Bereiche links und rechts neben der
Zeile (Ebene 2).
1B 23 21 5E transparenter Zeilenhintergrund
1B 23 21 5A Unterstreichen ein
1B 23 21 59 Unterstreichen aus
1B 23 21 4C normale Größe in der ganzen Reihe
1B 23 21 48 Blinken ein
1B 23 21 49 Blinken aus
1B 23 21 58 ein
1B 23 21 5F aus
Zeichen, die dieses Attribut tragen, werden erst sichtbar, wenn die "REVEAL"-Taste gedrückt wird.
1B 23 21 4B Anfang
1B 23 21 4A Ende
An allen Zeichenpositionen, die mit diesem Attribut belegt sind, wird der Schirmhintergrund (Ebene 2) transparent. Die Farbe des Zeichenvordergrunds und Zeichenhintergrunds bleiben erhalten. Das bedeutet, daß die Ebene 1 (Video, TV oder schwarz) nur dort sichtbar wird, wo auch Vordergrund und/oder Hintergrund transparent ist!
9B 31 50 Anfang
9B 31 51 Ende
1B 23 21 5C normal
1B 23 21 5D vertauscht
Insgesamt stehen 4 Farbtafeln mit je 8 Farben (0 bis 7) zur Verfügung. Tafel 0 enthält die Ganztonfarben:
0 schwarz
1 rot
2 grün
3 gelb
4 blau
5 magenta (violett)
6 cyan (hellblau)
7 weiß
Die Tafel 1 enthält dieselbe Farbpalette mit halber Intensität. Die Tafeln 2 und 3 enthalten im Grundzustand die Farben der Tafel 0. Durch spezielle Code-Sequenzen können diese 16 Farben aber neu definiert werden (siehe Punkt 8).
Farbtafel-Selektierung:
9B 3i 40 i = 0 bis 3 (für Tafel 0 bis 3)
Die Farbe schwarz in der Tafel 1 (Halbton) hat eine Sonderfunktion. Sie bedeutet "transparent", das heißt, die darunterliegende Ebene wird sichtbar.
Die Farben der Tafeln 2 und 3 können frei definiert werden, Im Grundzustand enthalten sie die Ganztonfarben fTafel 0). Dieser Zustand kann durch folgende Reset-Sequenz erzwungen werden:
1F 26 21 Reset
Die Definition eines neuen Farbtons wird eingeleitet durch die Sequenz
1F 26 20
Nun folgt die Selektierung der Farbposition:
1F 26 3t 3u t = 1 bis 3 (Zehner) u = 0 bis 9 (Einer)
"t" und "u" repräsentieren die Zehner- und Einerstelle einer dezimalen Farbnummer, wobei die Farbpositionen aufsteigende Nummern erhalten, beginnend mit der Nummer 16 (dezimal). Die Farbe 0 der Tafel 2 hat also die Nummer 16 und die Farbe 7 der Tafel 3 erhält die Nummer 31.
Ein Beispiel: Die Farbe 3 (default gelb) der Farbtafel 3 soll geändert werden. Sie besitzt die Nummer 27.
Code: 1F 26 20 1F 26 32 37
Daran schließen zwei Datenbytes an, die die RGB-Intensitätsanteile festlegen. Es gibt 16 Helligkeitsstufen (0 bis F) für jede der drei Farbanteile (rot, grün, blau), wobei 0 dunkel bedeutet und F die hellste Einstellung ergibt. Die Codierung erfolgt durch folgende Bitverteilung (beginnend mit dem höchstwertigen Bit des 1. Datenbytes):
0 1 R3 G3 B3 R2 G2 B2 0 1 R1 G1 B1 R0 G0 B0
Ein Beispiel: Die Farbe 3 der Tafel 2 soll folgenden neuen Farbton erhalten:
Rotanteil: F ( 1 1 1 1 )
Grünanteil: D ( 1 1 0 1 )
Blauanteil: 0 ( 0 0 0 0 )
Codierung der beiden Datenbytes:
0 1 1 1 0 1 1 0
0 1 1 0 0 1 1 0
gesamter Code: 1F 26 20 1F 26 31 39 76 66
An die beiden Datenbytes können weitere Bytepaare anschließen, die automatisch den nächsten Farbpositionen zugeordnet werden. Abgeschlossen wird die Definition durch eine beliebige Codesequenz, die mit 1F beginnt (zB. Cursorpositionierung).
89 kein Blinken
88 normales Blinken (50% ein / 50% aus)
9B 30 41 invertiertes Blinken (aus / ein)
9B 31 41 Blinken zwischen den Farbtafeln 0/1 bzw 2/3
9B 32 41 schnelles Blinken (ein / aus / aus)
9B 33 41 schnelles Blinken (aus / ein / aus)
9B 34 41 schnelles Blinken (aus / aus / ein)
9B 35 41 Blinkbewegung nach rechts
9B 36 41 Blinkbewegung nach links
Die letzten beiden Blinkmodi setzen für aufeinanderfolgende Zeichen automatisch die entsprechenden Blinkphasen, sodaß der Eindruck einer Bewegung entsteht.
9B 32 53 Anfang
9B 32 54 Ende
Dieses Attribut hat keinerlei Einfluß auf die Anzeige. Die CEPT-Verantwortlichen wollten bei der Definition dieses Attributs eine Option auf zukünftige Applikationen schaffen (zB. interne Weiterverarbeitung von markierten Bereichen im Endgerät oder über Peripheriegeräte wie zB. Drucker).
Definition des Scrollbereichs:
9B 3i 3j 3B 3k 3l 55
i = Anfangszeile (Zehner)
j = Anfangszeile (Einer)
k = Endzeile (Zehner)
l = Endzeile (Einer)
Führende Nullen (Zehnerstelle) können weggelassen werden.
Löschen des Scrollbereichs:
9B 31 3B 31 56
9B 32 60 Scrolling einschalten
9B 33 60 Scrolling ausschalten
9B 30 60 erzwungenes Scrolling nach oben
9B 31 60 erzwungenes Scrolling nach unten
Der frei definierbare Zeichensatz basiert auf einer Matrix von 12 Punkten waagrecht und 10 Punkten senkrecht (bzw. 12 Punkten senkrecht beim Bildschirmformat 20x40). Es gibt sieben Typen von DRCs, die sich durch den Grad der Auflösung und durch die Anzahl der möglichen Farben unterscheiden.
12 x 10 (12) zweifärbig ohne Farbwahl
6 x 10 (12) zweifärbig ohne Farbwahl
(verwendet aktuelle Vordergrund- und
Hintergrundfarbe)
12 x 10 (12) vierfärbig mit freier Farbwahl
6 x 10 (12) vierfärbig mit freier Farbwahl
6 x 5 ( 6) vierfärbig mit freier Farbwahl
6 x 10 (12) sechzehnfärbig (Farben aus Tafel 2 und 3)
6 x 5 ( 6) sechzehnfärbig (Farben aus Tafel 2 und 3)
Die DRCs-Definition wird eingeleitet durch die Sequenz:
1F 23 20 4p 4q
wobei p die Auflösung und q die Farbanzahl angibt.
Erlaubte Werte für p: 6 - 12x12
7 - 12x10
A - 6x12
B = 6x10
C - 6x 5
F - 6x 6
Erlaubte Werte für q: 1 = zwei Farben
2 = vier Farben
4 = sechzehn Farben
In einem DRCs-Satz können verschiedene DRC-Formate eingesetzt werden! Soll vor der Definition der DRCs ein vorher geladener DRCs-Satz vollständig gelöscht werden, muß folgende Anfangssequenz verwendet werden:
1F 23 20 28 20 40 4p 4q
Die Übertragung der DRC-Daten beginnt mit der Sequenz
1F 23 X 30
Für X ist jener ASCII-Wert einzusetzen, unter dem das neue DRC gespeichert werden soll. X kann Werte zwischen 21 und 7E annehmen. Das darauffolgende Byte 30 ist ein Datenblockbezeichner (Block 0). Daran schließen sich die Datenbytes an, die die Bildpunkte des DRC zeilenweise beschreiben. Jedes Datenbyte kann 6 Bildpunkte aufnehmen (Bit 0 bis Bit 5, Bit 6 ist immer 1, Bit 7 ist immer 0). Je nach gewählter Auflösung (p) werden 1 oder 2 Datenbytes pro Zeile benötigt.
Im 2-Farb-Modus (q=1) entspricht jeder gesetzte Bildpunkt im Datenbyte einem Farbpunkt (Vordergrundfarbe) am Bildschirm. Jedes 0-Bit im Datenbyte entspricht einem Farbpunkt in der Hintergrundfarbe am Bildschirm.
Bei den 4- und 16-Farben-DRCs wird es etwas komplizierter. Hier sind mehrere Datenblöcke für die Beschreibung nötig:
Für jeden Bildpunkt wird eine 2-Bit-Farbinformation benötigt (Farbe 0 bis 3). Es werden 2 Datenblöcke gebildet, die mit den Blockbezeichnern 30 und 31 beginnen. Der erste Datenblock enthält das höherwertige Farbbit für jeden Bildpunkt, der zweite Block das niederwertige Bit.
Hier benötigt jeder Bildpunkt eine 4-Bit-Farbinformation für die 16 Farben (0 bis F). Daher werden 4 Datenblöcke gebildet mit den Blockbezeichnern 30 bis 33. Jeder Block enthält pro Bildpunkt ein Farbbit, beginnend mit dem höchstwertigen Bit.
Nach dem letzten Datenblock eines DRCs können weitere Datenblöcke folgen, die automatisch den folgenden ASCII-Codepositionen zugeordnet werden. Zu beachten ist, daß die hochauflösenden Farb-DRCs (12x10-4-Farben und 6x10-16-Farben) zwei ASCII-Codepositionen belegen! Das bedeutet, daß diese DRCs zB. unter den ASCII-Codes 21, 23, 25, ... gespeichert werden. Zur Vereinfachung der Codierung von DRCs und um mit möglichst wenigen Datenbytes auszukommen, wurden folgende Sonderbytes eingeführt, die statt eines Datenbytes eingesetzt werden dürfen:
20 Rest des Datenblocks mit "0" füllen
21 ganze Zeile wiederholen
22 ganze Zeile 2x wiederholen
23 ganze Zeile 3x wiederholen
24 ganze Zeile 4x wiederholen
25 ganze Zeile 5x wiederholen
26 ganze Zeile 6x wiederholen
27 ganze Zeile 7x wiederholen
28 ganze Zeile 8x wiederholen
29 ganze Zeile 9x wiederholen
2A ganze Zeile 10x wiederholen
2C ganze Zeile mit *0* füllen
2D ganze Zeile mit *1* füllen
2E Rest des Blocks mit letzter ganzer Zeile füllen
2F Rest des Datenblocks mit *1* füllen
Während die Farben für 2-Farben-DRCs und 16-Farben-DRCs bereits vorgegeben sind (2-Farben-DRCs werden in den aktuellen Vorder- und Hintergrundfarben dargestellt, 16-Farben-DRCs benutzen die 16 Farben der Farbtafeln 2 und 3), können die Farben der 4-Farben-DRCs frei zugeordnet werden. Im Grundzustand erhalten sie die ersten 4 Farben der Farbtafel 0 (schwarz, rot, grün, gelb). Eine Änderung der DRCs-Farben wird eingeleitet durch die Sequenz
1F 26 20 22 20 35 40
Nun folgen die Sequenzen für die vier Farben:
1F 26 3i i - 0 bis 3 für die Farben 0 bis 3
Daran schließt ein Datenbyte an, das in den Bits 0 bis 2 die Nummer der gewünschten Farbe enthält und in den Bits 3 und 4 die Farbtafel beinhaltet. Bit 5 ist immer 0, Bit 6 ist immer 1, Bit 7 ist immer 0.
Datenbyte: 0 1 0 T1 T0 F2 F1 F0
Wie alle anderen Sequenzen, die mit 1F beginnen, muß auch hier mit einer 1F-Sequenz fortgesetzt werden, zB. mit einer direkten Cursor-Positionierung 1F 41 41.
Diese Funktion wird im BTX-System für die Systemmeldungen in der Zeile 24 verwendet. Sie kann aber auch im "normalen" Seitenaufbau verwendet werden.
Sequenz: 1F 2F 40 X
Für X können Werte von 41 bis 58 eingesetzt werden, was den Zeilen 1 bis 24 entspricht. Der Decoder wird veranlaßt, den gegenwärtigen Zustand mit allen Attributen zwischenzuspeichern und den Cursor in die erste Spalte der angegebenen Zeile zu setzen. Weiters wird der G0-Satz im linken und der G2-Satz im rechten Zeichenbereich aktiviert, der serielle Modus und die Farbtafel 0 wird gesetzt. Mit der Sequenz
1F 2F 4F Rückkehr vom Servicesprung
kehrt der Decoder wieder in den zwischengespeicherten Zustand zurück (auch die alte Cursorposition wird wiederhergestellt).
9B 75 Die Anzeige hält an bis eine
beliebige Taste gedrückt wird.
9B 3i 3j 74 eine bestimmte Zeit warten:
i = Zehnerstelle
j = Einerstelle
"i" und "j" geben die Wartezeit in 1/10 Sekunden (dezimal!) an, wobei führende Nullen entfallen können.
9B 2F 73 TER senden an BTX
9B 2F 72 TER senden an BTX, ein folgendes
clear screen wird unterdrückt.
9B 2i 73 "i" senden an BTX
9B 2i 72 "i" senden, clear screen unterdrückt
1F 3D 30 defaults für "i" setzen:
i = 0 bis 9 Ziffern "0" bis "9"
i = A leer
i = B bis F entspricht TER
1F 3D 2i "Text" neue Zeichen für "i" setzen.
"Text" kann 0 bis 15 Zeichen lang sein. Für INI und TER im Text muß 2A und 23 verwendet werden. Beendet wird die Definition durch eine 1F-Sequenz.
Zeichenerklärung: .. 00 bis FF
n 41 bis 7F
m 40 bis 5F
z 30 bis 39
i 0 bis F
08 Cursor links
09 Cursor rechts
0A Cursor nach unten
0B Cursor nach oben
0C Schirm löschen (CLS)
0D Cursor zum Zeilenanfang (CR)
0E G1-Satz im linken Zeichenbereich
0F G0-Satz im linken Zeichenbereich
11 Cursor sichtbar
12 n Zeichenwiederholung (Kapitel 5)
13 INI (* für Seitenaufruf)
14 Cursor unsichtbar
18 Zeile ab Cursor löschen (Cancel)
19 1 Zeichen aus G2-Satz
1B .. .. ESCAPE: Einleitung einer Code-Sequenz
1C TER (# für Seitenaufruf)
1D 1 Zeichen aus G3-Satz
1E Cursor links oben (home)
1F OS: Einleitung einer Codesequenz
1F n n APA (Kapitel 5)
80 bis 87 Zeichenfarben (Vordergrund bzw. G1-Satz)
88 Blinken ein
89 Blinken aus
8A transparenter Bereich aus
8B transparenter Bereich ein
8C normale Größe
8D doppelt hoch
8E doppelt breit
8F doppelt hoch und breit
90 bis 97 Zeichenfarben (Hintergrund bzw. L-Satz)
98 verdeckte Anzeige
99 Unterstreichen aus
9A Unterstreichen ein
9B CSI: Einleitung einer Codesequenz
9C Hintergrund schwarz bzw. normale Polarität
9D Hintergrundfarbe setzen bzw. inverse Polarität
9E Mosaikzeichenwiederholung bzw.
Hintergrund transparent
1B 22 40 serieller Modus
1B 22 41 paralleler Modus
1B 23 20 m Attribute ganzer Schirm (Kapitel 6)
1B 23 21 m Attribute ganze Reihe (Kapitel 6)
1B 28 .. .. G0-Satz laden (Kapitel 4)
1B 29 .. .. G1-Satz laden (Kapitel 4)
1B 2A .. .. G2-Satz laden (Kapitel 4)
1B 2B .. .. G3-Satz laden (Kapitel 4)
1B 6E G2-Satz im linken Zeichenbereich
1B 6F G3-Satz im linken Zeichenbereich
1B 7C G3-Satz im rechten Zeichensatz
1B 7D G2-Satz im rechten Zeichensatz
1B 7E G1-Satz im rechten Zeichensatz
1F 23 .. .. DRCs-Definition (Kapitel 12)
1F 26 .. .. Farb-Definition (Kapitel 8 und 13)
1F 2D .. Format-Definition (Kapitel 2)
1F 2F .. Reset, Servicesprung (Kapitel 3 und 14)
1F 30 .. Grafik (C1)
1F 31 .. Grafik (C2)
1F 34 .. Photografischer Modus
1F 3C .. Mupid-Teleprogramm-Format
1F 3D .. KEY-Definition (Kapitel 15b)
1F 3E .. allgemeines Teleprogramm-Format (TSW51)
1F n n direkte Cursor-Positionierung (Kapitel 5)
9B 2i .. Seitennachforderung (Kapitel 15)
9B z 3B z 55 Scrollbereich-Definition (Kapitel 11)
9B z 3B z 56 Scrollbereich löschen (Kapitel 11)
9B z (z) 74 warten (Kapitel 15)
9B 30 40 Farbtafel 0 selektieren (Kapitel 7)
9B 30 41 Blinken invertiert (Kapitel 9)
9B 30 60 1 Zeile nach oben scrollen (Kapitel 11)
9B 31 40 Farbtafel 1 selektieren (Kapitel 7)
9B 31 41 Blinken zwischen Farbtafeln (Kapitel 9)
9B 31 50 geschützte Zeile (Kapitel 6g)
9B 31 51 Aufhebung der geschützten Zeile (Kapitel 6g)
9B 31 60 1 Zeile nach unten scrollen (Kapitel 11)
9B 32 40 Farbtafel 2 selektieren (Kapitel 7)
9B 32 41 3-Phasen-Blinken l.Phase (Kapitel 9)
9B 32 53 Bereich markieren Anfang (Kapitel 10)
9B 32 54 Bereich markieren Ende (Kapitel 10)
9B 32 60 Scrolling einschalten (Kapitel 11)
9B 33 40 Farbtafel 3 selektieren (Kapitel 7)
9B 33 41 3-Phasen-Blinken 2.Phase (Kapitel 9)
9B 33 60 Scrolling ausschalten (Kapitel 11)
9B 34 41 3-Phasen-Blinken 3.Phase (Kapitel 9)
9B 35 41 Blinken rechts (Kapitel 9)
9B 36 41 Blinken links (Kapitel 9)
9B 42 verdeckte Anzeige Ende im seriellen Modus
9B 75 warten auf Tastendruck (Kapitel 15)
- Deutsche Bundespost Telekom Sektion T25
- Functional Specification for BTX-Terminals (1990)
- B.I. Wissenschaftsverlag: Ainhirn / Fellner
- Bildschirmtext und Editieren mit Mupid
- B.I. Wissenschaftsverlag: H. Mülner
- Mupid - Fibel
- Signum-Verlag: Mupid II - Handbuch