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Der folgende Text ist eine deutschsprachige Übersetzung des Archivist Manifesto von Dr. Yuk Hui [@hui_archivist_2013]. Das auf Englisch verfasste Manifest wurde im Mai 2013 veröffentlicht und ruft dazu auf die Archivierung digitaler Objekte selbst in die Hand zu nehmen.

1. Archivieren

Wir sind Arhivare aus Notwendigkeit. Wir haben keine Wahl. Durch die heutigen technologischen Bedingungen wurde diese Entscheidung schon getroffen. Die Allgegenwärtigkeit von Informationen in digitalen und kalkulierbaren Formen hat eine neue Situation der Arbeit und der Ausbeutung geschaffen. Dadurch haben wir an einem endlosen Prozess der Datenproduktion begonnen. Derzeit befinden wir uns in einem so genannten schwarzen Loch der Datennavigation. Das Internet ist ein riesiges Archiv von Daten und gleichzeitig ein schwarzes Loch, das alle Arbeitsergebnisse verschluckt. Google ist das beste Beispiel dafür: Einerseits steuern wir Daten mit Hilfe der Google-Tools, E-Mails, Blogs, Google+ und Hangout usw. bei; andererseits gibt Google uns Such- und Verwaltungswerkzeuge, um in diesem Milieu zu überleben. Facebook zeigt wiederum ein anderes Gesicht, ein riesiges Datenarchiv ohne Navigation. Die einzige mögliche Navigation ist die Suche eines Freundes. Ansonsten muss man ganz ans Ende einer Seiten scrollen, um herauszufinden, was man vor Jahren geschrieben hat. Unter diesen Umständen müssen wir erkennen, dass die wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Fragen das digitale Archiv betreffen. Was ist mit dem Konzept des Archivs nach der digitalen Wende passiert? Welche Art von Hauptstruktur ist jetzt noch vorhanden? In dem Archiv von Foucault gibt es Spuren der Artikulationen, mit denen man das Spiel von Regeln rekonstruieren kann, das wiederrum die Machtstruktur des Milieus zeigt. In diesem Sinne sind Archive ein Speicherplatz oder eine Fundstelle des Wissens. Anders gesagt, es ist die Quelle der Fundstelle. Der Wille des Archivs macht Archive zu einer Manifestation der Macht. Es wird weiter die direkte Beziehung zwischen Instituten und Archiven erweitert. Jede Institution hat ein Archiv, das seinen eigenen Geschichtsbereich hat. Um seinen Status Quo von den Diskursen zu halten, soll man einen richtigen Namen für sein Archiv geben. Wie Foucault den Ausbau der Museen und der Bibliotheken in der modernen Zeit beobachtet, dass versucht „in einem Ort alle Zeiten, alle Epochen, alle Formen und alle Geschmäcker zu umfassen“ . Das Archiv ist auch ein Symbol von Kompetenz und Echtheit. Das ist die größte Herausforderung in den modernen digitalen Zeitaltern. Auf der einen Seite haben öffentliche Institutionen, eine neue Form von Beeinflussung zwischen Archiv und Publikum zu entwickeln versucht. So zu sagen sind sie gezwungen ihre Archiv zu veröffentlichen. Auf der anderen Seite sollen sie ihr Archiv einheitlich fortsetzen um ihr Status als Institution zu festigen. Wenn die Institutionen „offene Politik“ umsetzen, ist es eine Strategie der Crowd Sourcing unter dem Namen Geisteswissenschaft oder Digitalisierung der Geisteswissenschaften, die zum zentralen Archiv dienen. In dieser Hinsicht ist Google technisch unter solchen Organisationen weit voraus. Google Book und Google Museen sind Bestrebungen zu den entsprechenden Geisteswissenschaftliche Digitalisierung und Crowd-Sourcing. Google hat nicht nur Dienstleistungen mit höherer Qualität und höherer Geschwindigkeit, sondern es geht weit über das Verhältnis zwischen Archiven und Menschen hinaus. Google Archive zeigen einen wichtigen Unterschied zu denen von Foucoults. Es ist, dass der Strom seine Kräfte posiert direkt auf Archive, die Kontrolle zu erreichen, ist, dass zu sagen, Archive zu einem Mechanismus der Kontrolle und soziale Maßnahmen, statt Spuren der Macht . Jetzt haben wir eine neue Spielregel, die mehr auf automatische und algorithmische Ebenen läuft. Die Metadaten, die von den Nutzern produziert wurden, bekommen Induktionsmaterialien um ein Muster zu der Vorhersage, Regel und die Protokolle der Kontrolle zu bilden. Das Archiv ist alles vom Diskurs bis Gesten. Es scheint mir sehr klar, heute um eine Antwort zu diesen politischen und wirtschaftlichen Dimensionen des Internets, haben wir die Frage des Archivs zu politisieren. Der Schlüssel dafür ist ein persönliches Archiv. Es ist von technischer Betrachtung aus nicht einfach, dass wir die Kontrolle von den Dienstanbietern abschwächen oder den Datenschutz aufrechthalten, aber vielmehr überdenken wir unsere Beziehung zum Archiv und schaffen eine weitere technologische/digitale Kultur. Um das zu tun, muss man überlegen auf folgenden Fragen zu antworten. Was archivieren wir? Wofür archivieren wir? Welche Bedeutung hat es eine Archivar zu sein?

2. Pflege

Wir sind Archivare von dem Moment an, seitdem wir anfingen Dinge wie Spielzeuge, Bücher, Postkarten Briefe zu besitzen. Wir haben eine eigene Art und Weise diese Dinge zu organisieren und zu katalogisieren. Mittlerweile sind wir mit den Situationen konfrontiert, dass wir nicht in der Lage sind sie zu archivieren weder sie zu besitzen oder von uns selbst zu indexieren. Es gibt verschiedene Ebenen der Unfähigkeiten. Web-Service wird mehr und mehr verteilt, obwohl die Daten Übertragbarkeit immer noch ein Problem ist. Cloud-Computing bewegt sich von ihrer Festplatte zu anderen Servern. Indexierungstools und persönliche Bibliothek Software sind noch nicht so weit entwickelt… Sie sind digitale Objekte nicht Teddybären oder Barbies (Teddybären und Barbie-Puppen können auch digital sein). Das ist diese Unfähigkeit der Archivierung, die durch die technologischen Bedingungen geschaffen worden sind. Dadurch öffnet sich ein neues Schlachtfeld für Suchmaschinen, Sozialen Netzwerken und Cloud-Computing. Aber was für Objekte sind sie? Warum nehmen wir sie so ernst? Um diese besondere Frage über digitalen Objekte zu verstehen, müssen wir spezifisch die Entwicklung des Internets vor allem die entscheidende Bewegung von Ted Nelsons Vision über Internet und von Tim Berner-Lee‘s World Wide Web schauen. Ted Nelsens Vision über das Internet wurde viel von der Literatur inspiriert. Es betrifft die Indexierung, womit man von einem Link zu anderen springen kann. Für Nelsen war es das ultimative Ziel des Internets ein Micropayment-System für Autoren zu schaffen. Tim Berner-Lees Erfindung des Internet und der jüngste Einsatz von Ontologie ist um die Daten in einem maschinenlesbaren Format zu formalisieren. Das betrifft nicht mehr die Rentabilität des Hyper-Links sondern die Rentabilität des neuen Objekts. Es ist sehr kompliziert um die Bedeutung der Semantik von Semantik Web, die von Tim Berner Lee gestellt wurde, zu argumentieren. Aber es ist klar, dass die Formalisierung der Objekte nicht nur an die Identität anknüpft, sondern auch an die Mobilität. Das ist nur in solchen Vision von Tim Berner-Lee, in denen wir die Fortsetzung der Pflege der Bibliothekare und die Entstehung einen neuen Art von Objekt Abzug, die durch Metadaten Struktur und eine neue Art der Pflege definiert sind, sahen. (HTML → XML → Web Ontologie) Eines der besten Beispiele, ist die enorme Bedeutung der Mensch-Maschinen lesbare Web Ontologie in der Bibliothekswissenschaft. XML basiertes Dublin Core wurde mit herkömmlicher Anwendung von MARC konfrontiert (Maschinen Lesbare Katalogisierung) . Anfang des Jahres 2000 gab es ein Motto“ MARC muss raus“ unter den Bibliothek Facharbeitern. Sie können eine bestimmte Webseite finden, die von digitalen Bibliothekaren erstellt wurde und dazu geeignet ist. Das ist klar, dass die frühe Entwicklung von Metadaten Schema für die Katalogisierung wie MARC keine ernste Beziehung zwischen Bibliothekare und digital Objekte geführt hat. Die Facharbeiter haben sich mit abstrakten Symbolen auseinandergesetzt, die nur mit maschinenlesbar sind. Sie sind dazu verdammt, die Assistenten der Maschinen zu sein. Innerhalb der Konzeption des Objekts können wir zu der Frage der Pflege zurückgehen, indem der Mittelpunkt die Beziehung zwischen der Bibliothekare und der Bücher ist. Ich nehme das Wort Pflege von Martin Heideggers Sorge. Die Pflege ist eine zeitliche Struktur, worunter wir unsere Existenz verstehen können. Davon handelt das Werk von Heideggers „Sein und Zeit“. Die Pflege ist nicht nur wie in unseren alltäglichen Leben „von etwas Notiz nehmen“, sondern eine zeitliche Struktur, die ein gleichmäßiges Milieu für uns selbst schafft. Heidegger erstellt ein weiteres Konzept das Besorgen, da beschreibt er Sorgen vollen Daseins mit Werkzeugen und die Fürsorge beschreibt er zwei positiven Arten der Betreuung . Die politische Implikation von ‚Besorgen‘ ist, dass heute unseren Alltag mit Archivierung zu tun hat. Zum Beispiel die Suche auf Google, Aktualisierung von Facebook oder andere Aktivitäten des Crowd Sourcing sind als Habitus eingebürgert. Im Gegenteil dazu ist Fürsorge in derselben Zeit die Sorgen, die nicht in Lage dazu sein und die Bestätigung, die man von sich selbst haben kann. Wenn es uns erlaubt ist, das so zu sagen, dann eine ist Passive wie Zuneigung und Gefühle. Die anderen sind Aktive wie Erwartungen und Vorbereitungen für die Zukunft. In die „Fürsorge“ ist die Handlung des Zurückschauens wichtig. Des späteren Foucaults Interesse ist die Sorge in Resonanz mit der Änderung in der Wahrnehmung, die die Macht von Diskurs zur Selbst Entwicklung und Praxis von Diskurs beinhaltet. Als Foucault schrieb le souci soi (Sorge um selbst), meinte er das Praxis von der Sorge, mit sich beschäftigen wie Heidiggers Nachsicht und Zurücksicht von Sorgen und Bestätigungen. Foucault verwendet das Beispiel von der Sokratis Figur, die auf der Straße an jungen Leuten anhält und fragt „ Beherrschen Sie sich“ auch im Angesicht des Todes. Diese Praxis der Sorge ist wie die Bibliothekare um ihre Bücher sorgen. Die wischen den Staub von dem Cover, sie stellen den Büchern auf den richtigen Platz und sie ordnen die Bücher den verschiedenen Themen zu, indem schaffen sie eine Zugehörigkeit in das verknüpfte Milieu für die Objekte und sich selbst. Natürlich sind nicht alle Bibliothekare wie diese Bibliothekare Metapher, die einen Wert auf Verbindung zwischen Objekten und Archive legen . Im Gegensatz dazu ist der Mangel der Pflege, der systematisch Versorgungsstruktur durch die Entfremdung der Beziehung zwischen Objekte und Personen zerstört. Zum Beispiel, die Nutzer wurden nur als Produzent der Daten gesehen und die können bei verschiedenen Sorten von Crowd Sourcing mitwirken. Der Kern der Frage über die Archive ist die Frage der Pflege. Irgendjemand muss sich Sorgen um das Archiv bzw. um die Lagerung von unseren Erinnerungen, Gesten, Reden und Bewegungen machen. Die Suchmaschinen und Sozialen Netzwerke, die man Info-Kapitalismus nennt, funktioniert in diese Richtung, die Pflege in etwas Effizientes und berechenbares zu verwandeln. Am Ende sind wir nicht in der Lage diese Spur zu organisieren, sondern lassen von anderen diese Pflege übernehmen.

3. Technik

Was der Archivar braucht, ist nicht nur seine oder ihre Liebe zum Objekt, sondern auch die Fähigkeiten oder Pflegetechniken. Die Pflege ist die Beziehung, die sich entsprechend nach seinen materiellen Bedingungen verändert. Die Technik der Pflege und die Technologien der Pflege überschneiden sich im Rahmen des Archives. Ich möchte diese Frage mit dem französischen Philosoph Gilbert Simondon verknüpfen. Nicht nur weil Simondon das vorschlägt, dass man die Betreuung der technischen Objekte nehmen kann(Das wäre in unserem Fall die digitale Objekte), sondern Simondon hat speziell die technische Kultur als mögliche Lösung zu der Frage der Distanzierung vorgestellt und im Allgemeinen die Gegenseite zwischen der Kultur und der Technologie. Diese Vorstellung über technologische Kultur wurde durch die enzyklopädische Aufklärung entworfen. Simondon sah die Erscheinung der Enzyklopädie als aller erster in der Geschichte von der Technik im Publikum präsentiert wie man Glas oder Porzellan herstellt oder webt. Nochmal Rückblickend, dass einer der Ziele der Enzyklopädie „Veröffentlichen alle Geheimnisse der Herstellung“ ist. In den 17 Folien Buchdruck Bänden der Enzyklopädie wurden ungefähr 2900 Platten in 11 Foliobände zur Technologie gewidmet. Aber Paradox bezüglich zu technologischer Entwicklung ist es, je mehr technologische Vorschritte es gibt desto weiter distanzieren wir uns davon. Es gibt 2 Probleme, die damit verbunden sind. Erstens: Die Maschine bekommt ein abstraktes Wissen, das von dem Mitarbeiter in der Schnittstelle der Steuerung erstellt wurde. Know-how ist reduziert auf das Drücken auf die Taste und die Rohstoffe in die Maschine zu geben. Zweitens: Die Mechanisierung aller Handwerker Fähigkeiten wurden zu einer Tendenz zum Disqualifizierung unter Arbeitnehmern, da die Automatisierung wird die Stelle des Menschen als technisches Individuum ersetzt. Industrialisierung verstärkt diesen Effekt. Auf einer Seite verbindet die Konkretisierung der technischen Objekte als technisches Individuum Hand in Hand mit den Abstraktionen der Arbeit und des Wissen. Hinter einer Taste oder einem Bedienfeld verbergen sich große Mengen von praktischem Wissen und sozialen Beziehungen. Auf der anderen Seite ist der Austausch zwischen Arbeit und Kapital bringender Arbeit in dem endlosen Kreis der Kapitalreproduktion. Das ist, was Simondon unter Proletarisierung und Entfremdung durch seine Lektüre von Marx verstand. Damit ist irgendwie die Frage an der Eigenschaft vorbeiführt. Sei vorsichtig, ich habe nicht hindeutet, dass man die Abstraktion und die Reduktion vermeiden sollten. Keinesfalls sind die Abstraktionen und die Reduktionen in vielen Aspekten notwendig, sondern die Frage ist eher, welche Art von den Abstraktionen und den Reduktionen ist. Einer ist die, die Selbstwerdung bevorzugt oder einer ist die, die keine Selbstwerdung erzeugt. Zum Beispiel, einer kann mit dem Wissen das Auto fahren, was die Geschwindigkeit und die Grenzen sind. Aber einer fährt nur mit dem Wissen, welche Taste man drückt. In beiden Fällen handelt es sich um verschiedene Arten von Abstraktionen. Google und Facebook machen heute die Letzteren. Wir benutzen die Tasten drücken um uns mit dem Geschwindigkeit und Bequemlichkeit zufriedenzustellen, ohne das wirkliche Verständnis für die Probleme hinter den Schnittstellen und den Crowdsourcing Algorithmen. Simondon argumentiert gegen die Automatisierung. Für ihn ist die Automatisierung die niedrigste Stufe der Perfektion von den technischen Objekten. Simondon schlägt vor, dass man „die Spanne der Unentschlossenheit“ bei der Erfindung der Maschinen berücksichtigen sollte. Das bedeutet, dass die Maschinen in höherer Ebene nicht vollkommen automatisch sein sollen. Man muss den Mensch in dem technischen Ensemble integrieren, als ob einer der mitarbeitet oder einer der zusammenlebt. Das kann man nicht einfach verstehen, dass die Menschen Nutzer sind, anstatt dass sie ihre Position als technisches Individuum ersetzen müssen. Für Simondon macht es keinen Sinn zum handwerklichen Können als Verneinung der Industrialisierung zurückzukommen. Nach seiner Analyse ist „ Die Individualität der Menschen findet sich mehr ungebunden aus der technische Funktion mit der Entwicklung des technischen Individuums. Aber es erzeugt eigentlich Unbehagen, weil ein Mensch immer auf der Suche nach technischem Individuum ist. Der Mensch hat nicht mehr einen stabilen Platz an einer Maschine: Er ist Diener der Maschine oder ein Organisator der technische Ensemble„ . Die Frage ist nicht mehr über anfällige Maschinen und Fabriken nachzudenken, sondern ein neues Konzept über technisches Wissen auszudenken, der die Kultur der Maschine durch das Kapital und Marketing gesteuert ist wiederherzustellen. Das ist es, was Simondon ein technologischer Humanismus nennt. Das ist „Ziele auf den ernsthaftesten Aspekt der Entfremdung, der eine Zivilisation beträgt oder produziert“, so dass „jeder soll seine Epoche des Humanismus entdecken und in die Richtung des Risiko Prinzip von der Entfremdung orientieren“ . Simondon stellt fest, dass der Aufwand nur eine Phase der Technicity statt ein Teil der Arbeit ist . In unserem Zusammenhang ist das Problem der Crowdsourcing als Arbeit, dass die Nutzer nicht wissen, was sie tragen, während sie praktisch arbeiten, durch Suchen, Eingabe-Status-Update. Obwohl es diese Beziehung zwischen Technicity und der Arbeit gibt, lenkt die Möglichkeit der Überwindung der Begrenzung des Aufwands durch die Wiedergewinnung des Technicity Potenzials ab. Unter diesen theoretischen Interpretationen ist der Archivar Manifest ein Angebot zur Zurückgewinnung des Wissens und der Fähigkeiten von den organisierten Daten und digitalen Objekten. Wir können nur mit der Technologie die Pflege für die Technik übernehmen. Das ist ein Humanismus, der durch technische Realität bezeichnet wird. Zusammenfassend, was ich über künftige Internet Archive und Archivare begrifflich zu fassen versuche. Ich schlage vor diese Möglichkeit der Widerverwendung des Archivs anzunehmen. Durch die Reflexion über die Frage von Industrialisierung des Archivs Gegenüber der Frage der Pflege wird die Entwicklung von den Archivierungstools einen großen Teil der Disqualifizierung eingebunden. Die aktuellen Diskussionen über die Suche, das Open Access, die Archive, die Bewahrung der Informationen und der digitalen Objekte verstecken sich meistens die politischen Individuums hinter der Tarnung des Benutzers. Die Benutzer an den technologischen Kapitalismus sind die Verbraucher am Konsum Kapitalismus. Archivar Manifest ist ein Aufruf für die Wiedereinsetzung des Wissens und der Fähigkeiten zur Entwicklung der persönlichen Archive. Auf einer Seite, installiert man erneut die Kultur der Betreuung und eine technologische Kultur. Auf der anderen Seite, entwickelt man eine Infrastruktur, die den Austausch von den Informationen auf der individuellen Ebene und den Marketingtools Umleitung wie zum Beispiel die Suchmaschinen und die kommerziellen sozialen Netzwerke ermöglicht. In folgenden Punkten werden drei Praktiken in der Richtung Archiv Kultur kurz zusammengefasst:

  • Auf der technologischen Seite soll man Archivar statt Benutzer werden und selbst eigene digitale Objekte und die Daten verwalten um persönliche Archiv zu erstellen. Software Entwickler sollen die Aufmerksamkeit auf die Software Entwicklung für das persönliche Archiv des digitalen Objekts lenken. Das beinhaltet die Indexierung und die Annotation des digitalen Objekts und der Transportfähigkeit der Daten und der Metadaten von einem einzelnen Archiv zum anderen Archiv oder einem anderen System. Diese Metadaten und Annotationen können für die Suche benutzt werden.
  • Die Erschließung der Institutionellen Archive und die Einwilligung der Selbstarchivierung bedeutet, Archivare können diese digitalen Objekte herunterladen. Institutionellem Archive können immer noch ihre eigene Objekte an einem einzigen Ort halten. Wenn die Nutzer ihre eigenen Kollektionen herunterladen, diese teilen und kommentieren, leisten sie einen Beitrag an institutionellem Archive in Form ihrer Metadaten. Es wird die Archive bedeutend kräftigen und bewegt sich weiter weg von dem Ziel der Modernen, der durch Foucault beschrieben wurde. (z.B. Dezentrale Archive)
  • Einzelne Archive kann man miteinander teilen. Das kann uns an der frühen Vorstellung von Napster, der eine Idee auf P2P sharing basierte, erinnern. Aber das ist nicht genau das gleiche. In diesem Rahmen habe ich vorgeschlagen, dass die Frage vom Austausch der Güter nicht im Mittelpunkt ist. Sondern vielmehr um die Betreuung über Erhaltung und Gabe, die von der Crowdsourcing Logik wegkommen. Das wichtigste ist ein technologischen Humanismus vorzustellen wie einst von Gilbert Simondon vorgeschlagen wurde.