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= Geeks@Work =
* [[Benutzer:fabster|fabster]]
* [[Benutzer:TheTinyToon|TheTinyToon]]
= Sicherheitshinweise =
Die benutzten Chemikalien sind zwar nicht hochätzend oder ähnliches, aber können bei Kontakt mit Schleimhäuten dennoch ätzend wirken (sorry, no drinking).
* Schutzbrille (Spritzer!) tragen
* Kittel (Ätzmittel hinterlässt nette Flecken)
* nach Möglichkeit Handschuhe (richtige Gummihandschuhe, nicht nur Latexgloves)
= Ätzablauf =
== Vorlage ==
* Laserausdruck auf Zweckformfolie
* auf hohen Kontrast achten (Toner-Überdruck einstellen)
* Leiterbahnen eher dünn drucken (ca 0,5mm Stärke - Toner stößt sich ab, dünne Bahnen werden dichter gedruckt)
* Layout spiegelbildlich ausdrucken
* Flächen und dicke Leiterbahnen ggf. mit Edding nachschwärzen
== Belichtung ==
* Layout mit der Tonerseite zur Lackseite auf die Platine auflegen (dadurch schärfere Belichtung)
* Belichtung auf ca. 90 Sekunden stellen (für [http://www.bungard.de/ Bungard-Platinen])
== Entwickler ==
* immer frisch ansetzen
* nach Anleitung anmischen (bei uns 1/5 Löffel / 2g Natriumhydroxit auf 200ml kaltes Wasser)
* ca 1min entwickeln, Platine ständig in Bewegung halten (z.B. mit weichen Haarpinsel abstreifen)
* Entwicklungszeit ist zu Ende, wenn die belichteten Stellen blankes Kupfer zeigen und kein Grauschleier mehr vorhanden ist
* anschließend: mit Wasser abspülen und abtrocknen
* Tipp: Sollte der Photolack an einer Stelle Unterbrechungen/Beschädigungen aufweisen, mit (ätzfesten) Edding übermalen/korrigieren
== Ätzen ==
Wir haben die Küvettenätzanlage eingeweiht.
* nach Anleitung Ätzlösung ansetzen oder alte Ätzlösung benutzen
** Ätzlösung auf rund 40-50°C erhitzen
** bei Neuansetzen 200g Natriumpersulfat auf 1l Wasser benutzen
* Ätzlösung in Ätzanlage einfüllen, Heizstab und Luftpumpe einschalten
* Platine in Platinenhalter einspannen und in die Küvette eintauchen
* Ätzen, bis das restliche Kupfer an den belichteten Stellen komplett abgetragen ist und das Basismaterial sichtbar wird - bei uns: Ätzdauer 11min
** das Ätzen wandelt das Kupfer in Kupfersulfat um - dadurch wird die Lösung leicht bläulich
* anschließend: mit Wasser abspülen
{|
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_1.jpg|200px|thumb|Platine nach dem Eintauchen]]
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_3.jpg|200px|thumb|Platine nach wenigen Minuten]]
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_4.jpg|200px|thumb|[[Benutzer:the_nihilant|the_nihilant]] beobachtet das Ätzbad]]
|-
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_5.jpg|200px|thumb|Erste Ätzstellen werden sichtbar]]
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_6.jpg|200px|thumb|Die Platine wird einmal gewendet zur gleichmäßigeren Ätzung]]
| [[Datei:Ätzsession_2011-01-17_7.jpg|200px|thumb|Rückseite der Platine, kurz vor Ende]]
| [[Datei:IMG_20120117_225344.jpg|200px|thumb|Die erste fertige Platine nach dem Abwaschen]]
|}
== Nachbearbeitung ==
* Mit Kleenex trocknen
* etwas Aceton auf Tuch auftragen und den restlichen Photolack der Platine vollständig entfernen (lieber mehr als einmal wiederholen, min. 2 Vorgänge, um alle Lackreste zu erwischen)
* Lötlack aufsprühen zum Oxidationsschutz und als Flussmittel fürs spätere Auflöten von Komponenten
* Ätzlösung wieder in Flasche füllen oder zur Entsorgung aufbewahren (beschriften und als Sondermüll bei Recyclinghof abgeben)
* Entwicklerlösung kann (verdünnt) in den Ausguss gegossen werden (in kleinen Mengen! sonst neutralisieren)
== Bohren ==
* bei Hartpapierplatinen mit HSS-Bohrer, bei Epoxidharz mit Hartmetallbohrer (Epoxidharz+Glasfasergewebe hat eine hohe Härte und verschleißt daher HSS-Bohrer sehr schnell - Hartmetallbohrer sind hingegen sehr teuer und brechen schnell)
* Bohrständer benutzen (insbesondere bei Hartmetallbohrer wegen Bruchanfälligkeit)
* Safety first (Schutzbrille tragen!)