stefaneidelloth edited this page Dec 30, 2018 · 6 revisions

Vergleich von Dehntechniken

Statisches Dehnen scheint eher für Sportler geeignet zu sein, die Beweglichkeit brauchen (z. B. Tänzer) und dynamisches Dehnen für Sportler, die gute Leistung beim Rennen oder springen brauchen (z. B. Basketballspieler oder Sprinter).

Die Effektivität des Dehnens scheint vom Alter und Geschlecht abzuhängen. Männer und Erwachsene unter 65 Jahren profitieren mehr von einer Kombinationen aus Muskelanspannung mit anschließender Dehnung. Frauen und Erwachsene über 65 Jahren profitieren mehr vom statischen Dehnen.

Wenn es um die Verbesserung des Bewegungsspielraums ("range of motion", ROM) geht, scheinen statisches und dynamisches Dehenen gleich effektiv zu sein.

Zur Geschwindigkeit beim Dehnen:

Kathrin Lindel, "Muskeldehnung", 2006

Das erklärte Ziel während der Dehnphase ist, die neuronale Aktivierung so gering wie möglich zu halten. Schnell ausgeführte Dehnungen bieten sich daher keinesfalls an, denn dadurch werden monosynaptische Eigenreflexe über die Muskelspindeln ausgelöst und über die reziproke Hemmung eher die Antagonisten entspannt. Aus diesem Grund werden Dehnungen langsam ausgeführt.

Im Unterschied zum statischen Dehnen ist dynamisches Dehnen nicht mit Kraft- oder Leistungseinbusen verbunden. Die sportliche Leistung kann durch dynamisches Dehnen sogar teilweise verbessert werden.

Kombinationen aus Muskelkontraktion und Dehnung scheinen die Beweglichkeit mehr zu verbessern als statisches Dehnen alleine. Es gibt allerdings auch Studien, die keinen Unterschied festellen.

Ob Dehnen das Verletzungsrisiko beim Sport senkt scheint noch nicht klar bewiesen zu sein.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3273886/

Siehe auch:


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