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Entscheidungsmünze

stefaneidelloth edited this page Oct 17, 2019 · 3 revisions

Prozessarbeit


Als Umgang mit einer Bitte, die man nicht erfüllen möchte, gibt es mindestens drei Möglichkeiten:

a) Unbewusste **Ja-Unterwerfung/Akzeptanz**: Man tut es trotzdem, auch wenn man den Nutzen nicht sieht. Der eigene Bedarf nach Autonomie und weitere Bedürfnisse werden unterdrückt. Die bittende Person "bezahlt" dafür und die Beziehung leidet, weil beim Gedanken an diese Person unerfüllte Bedürfnissen assoziiert werden. Die Macht liegt bei der bittenden Person.

b) Unbewusste **Nein-Rebellion/Konfrontation**: Man tut es nicht, weil ja die eigenen Bedüfnisse nicht erfüllt werden. Die Bedürfnisse der bittenden Person sind nicht bewusst und spielen in dem Moment keine Rolle. Das führt wahrscheinlich zu unerfüllten Bedürfnissen der bittenden Person und einer belasteten Beziehung. Auch wenn diese Reaktion auf den ersten Blick machtvoll erscheint... dadurch dass die Entscheidung ubewusst geschieht wird die Macht und Verantwortung eher an die bittende Person abgegeben.

c) Bewusste **Entscheidung/Abwägung**: Alle Bedürfnisse liegen auf den Tisch und werden bei der Entscheidung mit berücksichtigt. Es wird Verantwortung für die Entscheidung übernommen und die Konsequenzen werden getragen. Die Macht liegt bei beiden Personen.

Diese drei Möglichkeiten lassen sich bildlich als eine Münze darstellen. Unsere (alten) Reaktionsmuster haben oft eine Tendenz zu einer Seite der Münze. Die dritte Möglichkeit c) wird durch den Rand der Münze symbolisiert. Es ist manchmal garnicht so einfach, die Münze auf ihrem Rand stehen zu lassen und in Balance zu halten. Es braucht nur einen kleinen Impuls, um in alte Reaktionsmuster zurückzufallen.


Kompetenzstufen
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