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TurboAss
©1989 ∑-Soft
von Markus Fritze & Sören Hellwig
Version 1.7
1 Allgemeines
1.1 Einleitung
Nach langem hin und her haben wir uns entschlossen unser
Assembler-Paket als Shareware auf den Markt zu werfen. Der
Assembler wurde vormals durch OMIKRON.Software unter dem Namen
OMIKRON.Assembler verkauft. Die Shareware-Version ist jedoch
eine erweiterte Version des OMIKRON.Assemblers. Sie enthält
weniger Fehler, weitere Features und ist noch ein wenig
schneller. Zum Paket gehört (natürlich) auch ein Debugger, der
Bugaboo (vormals OMIKRON.Debugger). Somit kann nun jeder User in
den Genuß eines schnellen und leistungsfähigen Assemblers und
Debuggers kommen; zumal es zwar viele Programmiersprachen als
Shareware bzw. PD gibt, aber noch keinen (vernünftigen)
Assembler.
DIE FIRMA OMIKRON.SOFTWARE HAT NICHTS MIT DIESEM ASSEMBLER-PAKET
ZU TUN. ∑-SOFT IST ALLEINIGER INHABER ALLER RECHTE AM ASSEMBLER
UND DEBUGGER!
Dieser Text ist nicht als eine Anleitung gedacht, sondern nur
als Kurzeinführung in den Assembler. Die vollständig Anleitung
auf ca. 240 Seiten gibt es bei den Autoren. Zur Not kann auch
das ST-Magazin 11/89 und 12/89 herangezogen werden. Dort hat
die Referenzkarte den Assembler und Debugger zum Thema.
Nachtrag:
Es fehlen ziemlich viele Features in diesem README, im Vergleich
zur Anleitung, es wird mir einfach zu viel... (Markus)
1.2 Features des Turbo-Ass
- Einfache und durchdachte (!) Bedienung.
- Der Assembler übersetzt durchschnittlich 1 300 000 Zeilen
pro Minute.
- Syntax-Check bereits bei der Eingabe. Teilweise sogar
Semantik-Check! Es werden sowohl Tippfehler, wie auch
doppelt vergebene Symbolnamen bereits bei der Eingabe
gemeldet.
- Viele besonders leistungsfähige Funktionen des Editors,
z.B. Suche von Symbolen, Ersetzen von Symbolen, Einklappen
von Programmteilen (wie in GFA-Basic 3.0), u.v.a.m.
- Fantastische Kombination von Debugger und Assembler. Bei
einem Absturz eines Programms im Debugger kann der
Assembler automatisch die Absturzadresse in eine
Zeilennummer umrechnen!!!
- Eigene Tastatur- und Bildschirmtreiber => selbst bei
härtesten Programmabstürzen funktionieren Assembler und
Debugger noch.
- KEINE Makros!!!
- u.v.a.m.
1.3 Was ist Shareware?
- Jeder kann/darf/muß/soll den Turbo-Ass kopieren! Dabei
müssen aber stets ALLE (!) Dateien mitkopiert werden.
- Wem den Assembler gefällt, sollte uns fairerweise 50DM
überweisen. Das hat für alle Parteien Vorteile:
Für uns:
- Wir arbeiten nicht ganz umsonst (im Turbo-Ass stecken 3
"Mannjahre" Arbeit)
Für den User:
- Er bekommt eine 240 Seiten starke Anleitung
- Er bekommt die neuste Version mit persönlicher
Seriennummer
- Er bekommt das erste Update kostenlos
- Er erhält bei gefundenen Fehlern eine fehlerfreie Version
- Er kann sich bei Problemen an uns wenden
- Er bekommt für jeden User, der bei Registierung seine
Seriennummer angibt, 10DM (allerdings maximal 10 mal, wir
wollen keine PD-Vertriebe finanzieren). Das Geld ist also
eine "Entschädigung" für das Vorführen des Assemblers und
das Kopieren.
- Nochmal: Läßt sich jemand registrieren, so gibt er die
Seriennummer des vorher benutzen Assemblers an. Der User,
dem diese Seriennummer gehört, bekommt vom uns 10DM.
Alles klar?
Wer diese Angebot annehmen will, wende sich bitte an:
Markus Fritze
xxxxxxxxxxxx xx
2000 Norderstedt 1
Tel: 040/xxxxxxx
(ab 18Uhr, auch am Wochenende (NIE VOR 12UHR!!!))
BLZ: 20069111, Norderstedter Bank
Kontonummer: xxxxxxx
Ich bitte allerdings teilweise um etwas Geduld; ich hoffe die
meiste Post am selben Tag zu erledigen, wenn aber keine
Anleitungen mehr da sind oder wenn wir gerade einige Neuerungen
implementieren, kann es schon mal etwas dauern (Wenn nach 2-3
Wochen allerdings nix passiert kann eine Anfrage klären, ob die
Post auch angekommen ist).
1.4 Hardwarevorraussetzungen
Atari ST mit 512k, wobei allerdings erst ab 1Mb Assembler und
Debugger gemeinsam im RAM gehalten werden können, was
seinerseits wieder ein sehr wirksames Debugging erst ermöglicht.
Die hohe Auflösung bietet sich wohl eher an, als die mittlere
Auflösung (Ist einfach augenfreundlicher); aber der Turbo-Ass
läuft sowohl in Farbe, wie auch in S/W.
1.5 Installation
TURBOASS.PRG, TURBOASS.CFG, TURBOASS.DAT, BUGABOO.PRG und
CALL.PRG auf eine Disk, bzw. in einen Ordner kopieren. Das
war's.
1.6 Zu den Autoren
Sören Hellwig und ich (Markus Fritze) sind zur Zeit 21 bzw. 22
Jahre alt und studieren technische Informatik an der FH-Wedel
bei Hamburg. Deswegen bitte wir auch teilweise um etwas Geduld,
wenn Anfragen nach Updates, etc. kommen; das Studium geht leider
vor. Zudem beantworte ich jeden Brief, der Rückporto
beinhaltet. Post ohne Rückporto wird nur in Ausnahmefällen
beantwortet (Zur Registrierung ist KEIN Rückporto nötig!)
1.7 Haftung/Rechte
Alle Rechte am Turbo-Ass liegen bei ∑-soft. Wobei jeder seinen
Assembler beliebig kopieren darf. Auch das Upload in Mailboxen
ist erlaubt. Der Turbo-Ass und das Handbuch wurden mit größter
Sorgfalt erstellt. Leider sind Fehler nie auzuschließen,
deswegen möchten wir sie darauf hinweisen, daß wir weder eine
Garantie für die Fehlerfreiheit geben, noch die Haftung für
irgendwelche Folgen, gleich ob durch Fehler im Handbuch, in der
Software oder in der Hardware verursacht, übernehmen können. Es
wird wohl jeder verstehen, daß wir keine besondere Begeisterung
verspüren, wenn jemand behauptet, der Assembler habe im seine
Platte mit Sourcetexten im Werte von mehreren Millionen Mark
zerstört, uns auf Schadenersatz verklagen will. Also: Benutzung
auf eigene Gefahr! (Dieser Abschnitt gilt wohl bei allen
Softwarefirmen.
2 Der Assembler
2.1 Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche ist nicht von GEM o.ä. abhängig, d.h. neu
programmiert, das hat den Vorteil, daß der Assembler sicherer
gegen Abstürze und auch schneller ist. Zudem konnten einige
nette Features implementiert werden. Trotzdem sollte die
Umstellung von GEM wohl nicht ins Gewicht fallen. Die kleinen
Buchstaben in den Buttons bewirken mit ALT zusammen gedrückt,
das Anklicken des Buttons wie mit der Maus.
2.2 Die Maus im Assembler
Man kann mit der Maus eine ganze Menge Dinge machen, hier sei
jedoch nur die Benutzung im Assembler erklärt:
Im Sourcetext:
Linke Maustaste:
Einfachklick: Cursor setzen
langer Klick: Block markieren (mit Scrollen)
Doppelklick : Sprung zur Definition des angeklickten Symbols
Rechte Maustaste:
Einfachklick: Sourcetext scrollen (nur am Rand klicken!)
Doppelklick : Formel in den Rechner übernehmen
In der Statuszeile:
einfach alles mal mit links bzw. rechts anklicken...
2.3 Der Editor
Jede eingegebene Zeile wird automatisch auf ihren Syntax und
teilweise auch auf die Semantik überprüft. Wenn die Zeile
fehlerfrei ist, wird sie sofort formatiert ausgegeben. Bei einem
Eingabefehler wird in der Statuszeile die Fehlermeldung
angezeigt.
2.4 Besonderheiten
Als Adressierungsart wird auch "absolut short" direkt
unterstützt. Dazu ist hinter der Adresse ".w" anzugeben.
Line-A-Routinen können mit "LINEA #Nummer" eingegeben werden.
Der Assembler wandelt nicht-Motorola Eingaben wenn möglich
automatisch in das Motorola-Format um.
2.5 Optimierungen
Der Assembler kann einige Optimierungen selbstständig finden.
Dazu gehören:
Absolut lang -> relativ
relativ -> relativ short
Absolut lang -> PC-relativ
MOVE.L #xx,A0 -> LEA xx,A0 (wenn dannach PC-relativ was bringt)
MOVE.L #xx,-(SP)-> PEA xx,A0 (wenn dannach PC-relativ was bringt)
Ferner werden einige für C-Compiler typische Sprünge gefunden
(z.B. 2 aufeinanderfolgende BRA, wobei das 2.BRA nie
angesprungen werden kann) Wenn der Assembler optimieren kann,
erscheint nach dem Assemblieren ein Button "ANPASSEN", welcher
die Optimierungen im Sourcetext vornimmt. Dabei kann auch
zurück-"optimiert" werden, wenn dies nötig sein sollte.
2.6 Formeln
Alles was so Standard ist:
+ - * / ! (log.NOT) ~ (NOT bzw. EOR)
<< (SHL) >> (SHR) | (OR) & (AND)
sowie Vergleiche
Als Zahlenbasis sind möglich:
Dezimal : . oder nix
Hexadezimal : $
Binär : %
ASCII : " oder '
Als interne Variablen sind ^^DATE (GEMDOS-Datum), ^^TIME
(GEMDOS-Zeit) * (akt.PC), ^^RSCOUNT (akt.Wert des RS-Zählers)
und ^^SYMTAB (<>0, wenn Symboltabelle erzeugt wird)
Symbole sind max.23 Zeichen lang. Alle Zeichen sind
signifikant. Erlaubt sind auch Umlaute und alle anderen Zeichen
> 126.
2.7 Tastaturkommandos
Cursortasten, Backspace, etc. wie gewohnt CTRL-Y, CTRL-B, etc.
wie in TEMPUS
CTRL-D verdoppelt die Cursorzeile.
CTRL-M/ALT-M ermöglicht das Verschieben der Zeile.
CTRL-W ändert die Zahlenbasis der Zahl unter dem Cursor
CTRL-U markiert alle Zeichen mit Warnungen, in welchen ein
Symbol definiert ist, welches nirgends benutzt wird. Damit kann
man prima unbenutzt Unterprogramme finden!
ALT-Zehnerblock wie bei MS-DOS
ESC+Buchstabe Abkürzung für einen Befehl
CTRL-ESC Tastaturmakro beginnen. Dann zu belegende Taste
drücken. Alle folgenden Tasten (nicht die Maus!) werden
aufgezeichnet. Mit ALT-ESC wird die Definition abgeschlossen.
Die belegte Taste kann mit CTRL-ESC, Taste, ALT-ESC wieder
freigegeben werden.
2.8 Ein paar Worte zu den
Mit "Laden..." kann auch ein ASCII-Text eingeladen werden. Er
wird dabei automatisch ins interne Format gewandelt. "Symbol
suchen..." und "Symbol ersetzen..." ermöglichen das schnelle
Finden bzw. schnelle Ersetzen von Symbolen. Dabei können z.B.
alle Symbole gefunden werden, die mit "M" anfangen (Maske:"M*"),
ohne daß jeder MOVE-Befehl gefunden wird (wie bei ASCII-Editoren
üblich). "Sprung zu Zeile.." ermöglich auch das Springen zu
Symboldefinitionen (Eingabe:z.B."M*"). Die Dialogboxen im
"Einstellungen" Menü sind zum Teil selbsterklärend, der Rest ist
entweder unwichtig oder zu kompliziert, als daß er hier erklärt
werden könnte.
2.9 Der Assembler
Wird mit F1 aufgerufen. Treten bei der Assemblierung Fehler auf,
werden alle fehlerhaften Zeilen markiert. Nach der Assemblierung
kann man dann mit CTRL-J bzw. Shift-CTRL-J von Fehler zu Fehler
springen. Der Assembler speichert die Fehler, die
Cursorposition, die Marker etc. übrigens mit dem Sourcetext ab!
In der Dialogbox nach (!) der Assemblierung, können noch einige
Extras eingestellt werden:
- Soll eine Symboltabelle an das Programm gehängt werden
(bzw. an den Debugger übergeben werden)?
- Ferner kann das erzeugte Programm in verschiedenen Formaten
abgespeichern. Möglich sind:
DEBUGGER : Sprung in den Debugger mit Programmübergabe (KEIN
SPEICHERN)
STANDARD : Programm abspeichern (halt ganz normal...)
DATAS : Data-Zeilen erzeugen (für OMIKRON.Basic)
ABSOLUT : Programm für eine best. Adresse (z.B. EPROM)
erzeugen
BASIC : spezielles Format für Basic, welches sich selbst
reloziert
OMINLINE : INLINE-Zeile für OMIKRON-Basic erzeugen
PARALLEL : spez.öbertragungsformat zum Amiga
SMALLDRI : DRI-Format erzeugen (allerdings OHNE Importe)
GFAINLINE : GFA-Inline-Format erzeugen.
FSTANDARD : Fast-Load-Bit im Header setzen (ST-Magazin
11/89), sonst wie
STANDARD
2.10 Pseudo-Opcodes des Assemblers
DC, DS, BLK, DCB, EVEN, ALIGN, TEXT, DATA, BSS, END, =, EQU,
GLOBAL, CNOP, ORG, ILLEGAL und REG
wie üblich.
DXSET Länge[,Füllwert] Tabelle definieren
DX 'String' Tabelleneintrag auf Länge mit Füllwert aufgefüllt
RS, RSRESET, RSSET, RSEVEN, RSBSS Relatives Segment
OPT D+ normale Symboltabelle an
OPT X+ erweiterte Symboltabelle an
OPT W+ Warnungen an
OPT P+ PC-relatives Programm muß erzeugt werden
OPT O+ Optimierungen an
Mit '-' kann etwas ausgeschaltet werden
OUTPUT 'Filename' Default-Filename
PATH 'Pfad' Pfad für IBYTES setzen
IBYTES 'DEGAS.PI3',32000,34 Lädt ein Daten-File der Länge 32000
ab Byte 34 der Datei ein (Hier: ein Degas-Bild)
BASE is' viel zu kompliziert...
REPT Anzahl, ENDR wiederholt Anzahl mal den Sourcetextteil
zwischen
REPT und ENDR
IF, ELSE, ENDC bedingte Assemblierung
FAIL Assemblierung abbrechen
3 Der Debugger
3.1 Vorwort
Es ist eigentlich unmöglich den Debugger KURZ zu beschreiben,
deswegen hier nur die wichtigsten Befehle (mit HELP kann man
alle mal sehen bzw. in der Anleitung)
3.2 Allgemeines
Der Debugger benutzt selber keine I/O-Routinen des TOS, d.h. er
ist ziemlich unanfällig gegen Abstürze. Bei Lade-Operationen
u.ä. wird aber dann natürlich doch auf's GEMDOS
zurückgegriffen.
Er verwaltet eine eigene Bildschirmseite, sodaß Programm und
Debugger sich nicht auf einer gemeinsamen Seite tummeln.
Das Debugging kann sowohl mit Tastatur und Maus erfolgen.
Der Debugger kann resident im RAM gehalten werden, indem er in
den AUTO-Ordner kopiert wird oder mit dem Befehl RESIDENT
gehalten wird. Der Debugger kann dann mit CALL.PRG aufgerufen
werden. Auch der Assembler kann auf den Debugger zugreifen (Er
kann ihn aber auch nachladen).
3.3 Die Bedienung
Die 2 oberen Zeilen entsprechen den Funktionstasten (mit und
ohne Shift). Die 3 Folgezeilen stellen die Registerinhalte und
Flags dar. Alle Teilen in diesen 5 Zeilen können mit der Maus
ausgelöst werden.
Die restlichen (max.20 Zeilen) sind frei veränderbar. Hier
erfolgen die Eingaben, die Ausgaben. Hier tobt das Leben...
Die Tastaturbelegung (Cursortasten, CTRL-M, CTRL-1, etc.) ist
ähnlich der des Assemblers.
Eingaben erfolgen stets ab Zeilenanfang bzw. hinter der
Hexzahl. Leerzeichen werden ignoriert bzw. dienen als Trenner.
Wenn der Assembler den Debugger aufgerufen hat, kann man
CTRL-HELP zurückspringen. Dabei wird der aktuelle PC-Stand in
eine Zeilennummer UMGERECHNET. D.h. wenn ein Programm beim
Debuggen abgestürzt ist und der PC im Programm steht, kann man
CTRL-HELP zur entsprechenden Stelle im Sourcetext springen.
Mit SHIFT-SHIFT kann ein laufendes Programm angehalten werden.
Der Ring-Indikator funktioniert allerdings auch. Der Debugger
ist zudem RESETFEST. Als Notbremse ab und zu sinnvoll.
F1 - Führt den nächsten Befehl aus
SF1 - Bricht beim nächsten Sprungbefehl ab. Simuliert den
Tracemode des 68020 Prozessors.
F2 - Setzt hinter den nächsten Befehl einen Breakpoint und
startet das Programm. Damit kann z.B. schnell ein
Unterprogramm ausgeführt werden oder ein DBRA beendet
werden.
SF2 - nicht weiter wichtig
F3 - Startet das Programm und bricht beim nächsten RTS ab.
ACHTUNG! Wenn mit MOVEM Werte auf dem Stack gerettet werden
=> Bomb!
SF3 - wie F3 nur bis zum nächsten RTE
F4 - Führt den nächsten TRAP NICHT aus, sondern springt in
ihn hinein.
SF4 - Programm ohne Endebedingung starten
F5 - nächsten Befehl ignorieren, d.h. überspringen
SF5 - Insert/Overwrite toggeln
F6 - Sourcecode anzeigen (nur wenn vom Assembler übergeben)
SF6 - die umgerechneten Marker des Assemblers anzeigen.
F7 - Memorydump ab dem PC
SF7 - Breakpoints anzeigen
F8 - Disassemble mit Dump ab PC
SF8 - Info über die Speicherbelegung
F9 - List ab PC (mit Symbolen, wenn vorhanden)
SF9 - Screen löschen, Warmstart
F10 - Umschalten der Bildschirmseite (Toggeln)
SF10- Quit mit Sicherheitsabfrage
3.4 Die Befehle
Alle Befehle können auf ein Minimum abgekürzt werden. An ALLEN
Stellen sind als Parameter beliebige Ausdrücke erlaubt (d.h.
Formeln etc.)
?Term Rechnet den Term aus
Term darf (bis auf Vergleiche) alle Operationen des Assemblers
enthalten. Zudem ist mit {400}.l eine indirekte Adressierung
möglich. ".l" gibt dabei die Zugriffsbreite an. Alle Zahlen
werden als HEXZAHLEN angesehen. Dezimalzahlen sind mit "."
einzuleiten. Bei einer Symboltabelle kann man mit ".Symbolname"
auf dieses zugreifen.
Definierte Variablen (ein Teil davon)
^D0-^D7 Die Register D0-D7
^A0-^A7 Die Register A0-A7
PC, USP, SSP, SR, CCR, SP Die gleichnamigen Register
^M0-^M9 Die umgerechneten Marker des Assemblers
Alle obigen Variablen sind mit
LET Variable=Term änderbar.
LET läßt sich mit "~" abkürzen.
Noch ein paar Read-Only-Variablen:
TEXT, DATA, BSS, START, END, BASEPAGE, BP, ACTPD, MEMBASE,
SAVEAREA
Es gibt noch etwa 20-30 weitere nicht so wichtige Variablen.
BREAKPOINT [Nummer=Adresse[,[*|=Wert|Anzahl|?Bedingung]|K]]
Breakpoints anzeigen, löschen, ändern, setzen
B5=PC+.100 Breakpoint 5 (0-15 ist mgl) auf Adresse PC+100
setzen
B K Alle Breakpoints löschen
B Alle Breakpoints anzeigen
BK3 Breakpoint 3 löschen
B0=Adr,Anzahl : Breakpoint bricht beim Anzahl. Erreichen
ab.
B0=Adr,* : Breakpoint bleibt auch nach dem Erreichen
erhalten. Normale Breakpoints werden automatisch
gelöscht.
B0=Adr,=Wert : Zähler auf die Adresse Adr setzen. In ^BC0
wird hochgezählt wie oft die Adresse erreicht wurde.
B0=Adr,?Term : Bedingter BKPT, Abbruch, wenn Term<>0 z.B.
B0=Adr,?^D0=4711 => Abbrucht, wenn PC=Adr UND D0=
GO [Adr]
Programm an Adresse Adr, bzw. PC starten
TRACE
Wie F1
SHOWMEMORY Term
16 Bytes ab Term stets anzeigen
UNTRACE [Adr]
solange Tracen, bis Bedingung erfüllt
IF Term
Bedingung für UNTRACE
OBSERVE Trapno,Funkno
Abbruch, wenn Trapno(Funktion) ausgeführt wird. z.B. OBSERVE
14,8 => Abbruch bei XBIOS(8) = Floprd()
CLS
2.Bildschirmseite löschen
MOUSEON / MOUSEOFF
VDI-Maus an/aus
|Befehl
Befehl ausführen (zum Testen echt prima)
LEXECUTE "Filename"[,"Commandline"]
Programm ausführbar laden (=> Pexec()) Dann mit GO zu starten.
LOAD "Filename"[,Adresse]
File nicht ausführbar laden
SAVE ["Filename"[,Adresse[,Endadresse]]]
File abspeichern
DIR Pfadmaske
Directory anzeigen
Pbefehl
P vor einem Befehl leitet diesen zum Drucker um
FOPEN Filename, Fbefehl, FCLOSE
Ausgabe eines Befehls in eine Datei
ERASE, KILL Filename
Datei löschen (mit Jokern!)
FREE
Freier Hauptspeicher
FREE Drive
Freier Platz auf einem Laufwerk
MKDIRECTORY Name
Ordner erstellen
RMDIRECTORY Name
Ordner löschen (wenn leer)
NAME oldname,newname
File umnennen
FATTRIBUT Filename,attribut
File-Attribut ändern/setzen
FORMAT DS/SS,Laufwerk
Disk formatieren
TYPE Filename
ASCII-Datei anzeigen (SPACE hält Ausgabe an)
READSEKTOR Track,Sektor,Seite,Adresse,Laufwerk (0 oder 1)
Sektor mit XBIOS(8) einlesen
WRITESEKTOR s.o.
Sektor mit XBIOS(9) schreiben
Alle in diesem Abschnitt angegebenden Befehle erlauben den
gleichen Syntaxbei den Parametern, der deswegen an dieser Stelle
erklärt wird, und im folgenden nur noch mit [Parameter]
bezeichnet wird. Es gilt also:
[Parameter] = [Von][[,]#[Zeilen]|,Bis|[,][Bytes[]]]
Es sind also alle Parameter wahlfrei, d.h. man braucht keine
Parameterangeben. Der Debugger nimmt dann vorgegebene interne
Werte.
Wenn der Ausdruck "Von" fehlt, wird ab der aktuellen Adresse
z.B. disassembliert. Die aktuelle Adresse ist die Zahl am
Zeilenanfang, bzw. wenn diese fehlt, die zuletzt benutzte
Adresse.
Als Endadresse gilt der Ausdruck "Bis", der jedoch nicht
angegeben werden muß. Wird statt "Bis" ein "#" angegeben wird
genau eine Zeile ausgegeben. Ein dem "#" folgender Term, gilt
als Zeilenanzahl. Es können somit z.B. genau 8 Zeilen ausgegeben
werden. Es werden jedoch maximal 99 Zeilen ausgegeben. Fehlt die
Endangabe gänzlich, werden (normalerweise) 16 Zeilen ausgegeben.
Die Anzahl läßt sich jedoch einstellen, indem man die Variable
"Lines" entsprechend ändert. Die letzte Möglichkeit ist die
Angabe der Byteanzahl in eckigen Klammern. Sie kann genauso, wie
die Zeilenanzahl angegeben werden. Die "]" ist optional, d.h.
man kann sie auch weglassen.
Beispiel:
"d text #5"
Disassembliert 5 Zeilen ab Anfang des geladenen Programms.
Beispiel:
"m data[30]"
Ein Memorydump des DATA-Segments (48 Bytes lang).
DISASSEMBLE [Parameter]
Disassemble mit Dump, der Dump kann geändert werden!
LIST [Paramter]
Disassemble ohne Dump mit Symbolen, Opcodes können geändert
werden (RETURN nicht vergessen)
SYMBOLTABLE [Parameter]
evtl. vorhandene Symboltabelle anzeigen
MEMORY[.B|.W|.L][Parameter]
Memorydump mit Ausgabebreite (Änderbar)
ASCII [Parameter]
ASCII-Dump (Änderbar)
FIND [Von,Bis],Terme{,Term}
geladenes Programm oder Speicherbereich nach den Termen
durchsuchen
HUNT s.o.
wie Find, jedoch nur auf geraden Adressen
ASCFIND [Von,Bis],String
ASCII-Suche im Disassemblerlisting (mit Jokern). Langsam, aber
ab und zu praktisch
CONTINUE
Hunt, Find oder ASCFIND fortsetzen, wenn mit ESC abgebrochen
INFO
mal ausprobieren
SYSINFO
auch mal ausprobieren
MOVE, COPY Von,Bis,Nach
Speicherblock kopieren
FILL Von,Bis,Term{,Term}
Speicherblock füllen
CLR [Von,Bis]
Speicherblock löschen (oder alles)
COMPARE Von,Bis,Adr
Bereich Von,Bis mit Bereich ab Adr vergleichen
EXIT, QUIT, SYSTEM
Debugger verlassen
RESIDENT
Debugger resident halten
SET, LET, ~
siehe oben
RESET ALL
Debugger-Kaltstart
HELP
Gibt alle Befehle unsortiert aus (wie man sieht, ein paar mehr
als hier beschrieben)
</file>
====== The Readme of the last release version =======
<file>
Sigma-Soft's TurboAss V1.7.14 13.02.93
Version 1.7.14:
Bugaboo:
- Media-Change im Debugger funktioniert nun auch mit Platten, deren
Sektorgröße >512 Bytes ist. Beispiel für den Fehler: DIR ergab bei
größeren Partitions Grafikmüll auf dem Bildschirm.
- Der Bugaboo KÖNNTE evtl. mit KAOS funktionieren. Der Alert beim
Start entfällt somit. Ich habe jedoch KEIN KAOS!
- Probleme bei der Bildschirmumschaltung bei einigen Shiftern
hoffentlich behoben.
Version 1.7.13:
Bugaboo:
- Der Bugaboo setzte die Adresse $484 (Tastaturklick, Bell, etc.)
stets auf $FF. Dies war natürlich ein Fehler. Dadurch konnten evtl.
später gestartete Programme abstürzen.
Version 1.7.12:
Bugaboo:
- Da es beim Umschalten der Bildschirmseiten beim STE offensichtlich
Probleme gab, habe ich noch was daran getan. Wenn SWITCH = 1 ist,
wird nicht nur in der Austastlücke umgeschaltet, es wird auch vor
dem Auslesen der Register des Shifters auf einen VBL gewartet,
damit die Register alle die geschriebenen Werte enthalten.
Version 1.7.11:
Bugaboo:
- Der Prozessor wird wieder richtig erkannt (hoffentlich :-). Vormals
wurde im TT ein 68020 vermutet. Nich tragisch, aber verblüffend...
Version 1.7.10:
Bugaboo:
- Bugfixes für den 68030: UNTRACE sollte nun besser funktionieren
(vorher: Format Error), Privileg Verletzung wird anders abgefangen,
falls die Privileg Verletzung von einem MOVE SR,<ea> hervorgerufen
wurde, so wird nun ein MOVE CCR,<ea> ausgeführt. Normalerweise wird
dies durch das TOS vom TT schon so gemacht, da aber der Bugaboo alle
Exceptions abfängt, mußte diese Anpassung mit in den Bugaboo über-
nommen werden.
Version 1.7.9:
Bugaboo:
- Neue Variable: SWITCH. öblicherweise ist diese Variable = 0. Dann
ändert sich nichts. Wenn man sie auf 1 setzt (die Variable ist in
den Einstellungen speicherbar), dann wird die Bildschirmseitenum-
schaltung im VBL vorgenommen. Nachteil: es flackert beim Tracen.
Vorteil: es sollte bei einigen STEs nicht mehr zu einem Bildversatz
kommen. Also: diese Variable nur auf 1 setzen, wenn der Bildschirm
springt!
Version 1.7.8:
Bugaboo:
- Funktioniert nun auch wieder aus dem AUTO-Ordner heraus.
Sonstige Programme:
- Neuste Version vom LHarc V1.1321, sowie dem PFXPAK, u.s.w
Version 1.7.7:
Bugaboo:
- SysInfo erkennt den Mega STE.
TurboAss
- Sourcen können nun auch von BGM-Partitionen geladen werden, ohne daß
der Font zerstört wird.
Version 1.7.6:
TurboAss:
- Es wird eine Meldung ausgegeben, wenn KAOS installiert ist, da es
Probleme geben kann.
- .DCB, .DCB.B, .DCB.W und .DCB.L werden vom Assembler nun erkannt und
in DCB, etc. konvertiert.
Bugaboo:
- Es wird eine Meldung ausgegeben, wenn KAOS installiert ist, da es
Probleme gibt!
- SYSINFO wurde erweitert. Es wird nun die SFP004 (68881 für 68000er),
sowie ein 68881/2 erkannt. Spectre-GCR-Erkennung an den TT angepaßt.
- Der 68040 wird erkannt.
- Da die Variablen REZ und COLORS entfallen sind, gibt es endlich eine
Art Ersatz: Die Variable USERSCR zeigt auf die Struktur des aktu-
ellen Bildschirms, INITSCR zeigt auf die Stuktur des Bildschirms
beim Aufruf des Debuggers. Ich glaube, daß man nun wieder genug
Unsinn mit den Bildschirmseiten treiben kann...
Hier nun noch die Struktur:
RSRESET
scr_colors: RS.W 16 ;die 16 Farben
scr_adr: RS.L 1 ;die Videoadresse
scr_offset: RS.B 1 ;Offset to next line (STE)
scr_hscroll: RS.B 1 ;Horizontal Bit-wise Scroll (STE)
scr_rez: RS.B 1 ;die Video-Auflösung
scr_sync: RS.B 1 ;das Sync-Bit des Shifters
scr_moni: RS.B 1 ;der Monitor ($00:s/w $40:Farbe)
scr_overscan: RS.B 1 ;OverScan ($00:Ja $FF:Nein)
Version 1.7.5:
TurboAss:
- Nach dem Speichern wird wieder die Cursorposition vor dem Speichern
angesprungen.
- Um PARTs einzuklappen kann man nun auch auf den ENDPART Help
drücken. Auch kann ein PART eingeklappt werden, der in der ersten
Sourcetextzeile anfängt.
- Der TurboAss hat nach Shift-F6 gefragt: "Sourcetext löschen?". Dabei
hat er allerdings "JA" und "NEIN" vertauscht! Sagte man NEIN, so
wurde der Source gelöscht. Ein sehr peinlicher Fehler. Wann der in
den Code hineingekommen ist, ist mir ein Rätsel...
- Die Macintosh-Trap Macros sind erstmal wieder gestrichen. Wer sie
will, kann sie erhalten. Aber sie haben 11KB Speicher gekostet und
für die allermeisten User nix gebracht.
- a EQU 8:lsl.l #a,D1 => Es wurde falscher (zufälliger) Code erzeugt.
Sollte jetzt richtigen Code erzeugen. ADDQ, SUBQ, sowie alle
Verschiebebefehle (ASL,LSL,ROL,ROXL, etc.) waren davon betroffen.
Bugaboo:
- Die Variable TRACE wurde wieder eingeführt. Näheres siehe Anleitung.
Die Variable ist irgendwann einmal "verloren" gegangen.
- SYSINFO erkennt nun auch, wenn eine IMP-MMU im Rechner vorhanden
ist. SYSINFO teilweise korrigiert (Taktanzeige, TT-Info, etc).
- Der Bugaboo läuft noch NICHT auf dem Großbildschirm vom TT!
Sonstige Programme:
- Zusätzlich zu MODULE.SRC gibt es nun auch RBMODULE.SRC von Ralf
Biedermann. Man kann damit neben SMALLDRI (siehe Anleitung) auch
SMALLGST erzeugen, um z.B. Assembler-Module in Fortan eionzubinden.
- TURBOASS.DAT bzw. MODULE.SRC: Bei Modula-Modulen werden nicht mehr
doppelt soviele Words erzeugt, wie das Programm lang ist. Wer kein
TDI-Modula hat ( CODE( Hexcodes ) ), der sollte MODULE.SRC neu
assemblieren, wobei vorher das Flag TDI_MODULA = 0 zu setzen ist.
Dann wird INLINE( Hexcodes ) erzeugt.
Version 1.7.4:
TurboAss:
- Angepaßt an den Bugaboo V1.7.4. Um den Debugger nachladen zu können,
muß man unter "Informationen" und "Reorganisieren" nun mindestens
250000 Bytes eintragen. Davon bleiben dann (wie gehabt) 40000 Bytes
übrig. Diese Vergrößerung war nötig, weil das Nachladen von
BUGABOO.SYM einen Absturz bei zu wenig Speicher bewirken konnte.
- Funktioniert nun auch im TT-FastRam. Malloc() darf sich auch Blöcke
aus dem FastRam holen. Der Assembler wird somit nochmal ein Stück
schneller. Bei Problemen (ich habe keinen TT, s.u.) evtl. die Bits
dafür löschen. Wenn der Fehler dann nicht mehr auftritt => Fehler-
meldung an mich!
- XBRA-ID "TASS" für alle benutzten Vektoren.
Bugaboo:
- Angepaßt an den TT.
Da ich selbst keinen TT habe, kann ich Fehler bzgl. des TT auch
nicht ohne weiteres erkennen bzw. nachvollziehen. Falls es Probleme
gibt, bitte ich um eine genaue Fehlerbeschreibung (möglichst mit
Beispiel).
- Neues Exception-Handling.
. Exception-Texte nun englisch
. Anpassung an den TT
. Es werden nun alle unbenutzten Vektoren von 2 bis 63 abgefangen.
. kleinere Unschönheiten korrigiert
- SYSINFO an den TT angepaßt
- Symbole werden in der Symboltabelle nun auf 32 Bit verglichen und
nicht mehr mit nur 24 Bit. Ausnahme: Das HiWord (Bits 16-31) wird
wenn es gleich $FF ist, auf $FFFF erweitert. Dies ist bei Short-
Adreßierung auf den I/O-Bereich sinnvoll.
- XBRA-ID "BUG1" für alle benutzten Vektoren.
Sonstige Programme:
- CALL.PRG, CALL.SRC : Anpassung an den Bugaboo V1.7.4
Der Bugaboo V1.7.4 wird durch das alte CALL.PRG nicht mehr erkannt!
- umsortiert und neu geordnet. Dies war nötig, da das TOOL-Archiv so
groß war, daß es entpackt nichtmal mehr auf eine Diskette paßte.
Im TOOLS-Archiv sind nun nur noch 3 Ordner: PACKER, TOSPATCH und neu
dazugekommen ist: MIDIMAZE.2
Version 1.7.3:
TurboAss:
- Symbolsuche im Block stürzt nicht mehr ab, wenn das Symbol außerhalb
des Blockes definiert ist, aber im Block nicht vorkommt.
Version 1.7.2:
TurboAss:
- assembliert nun auch auf dem TT
- funktioniert auch in der Bildschirmauflösung TT-mittel
- kann Symboltabelle wieder an den Debugger übergeben (Fehler war seit
Version 1.7.1 drin)
- Wenn man ein SRC-File durch Doppelklick auf dem Desktop in den
TurboAss geladen hat, wurde der Filename stets auch an den Bugaboo
weitergereicht, wenn dieser z.B. nach der Assemblierung aufgerufen
wurde. Dies ist nun behoben! (Fehler war seit ARGV-Commandline-Aus-
wertung durch den TurboAss drin)
Einige Änderungen vom TurboAss V1.26 zur Version V1.7.1:
ACHTUNG!!! Wichtige Änderungen im Debugger (siehe unten) !!!
Noch ein paar in der Version V1.70 nicht vorhandene, aber in der
Anleitung aber schon beschriebene, Features:
-lokale Symbole sind immer noch NICHT implementiert
-PC-relative Optimierungen über Segmentgrenzen können immer noch NICHT
wieder in absolute Adressierungen zurückgewandelt werden
-Absolut-Long kann immer noch NICHT automatisch nach Absolut-Short
optimiert werden
-Absolut-Short kann immer noch NICHT automatisch nach Absolut-Long
zurückgewandelt werden
Allgemeines:
-Der TurboAss und Bugaboo sollten auf ALLEN ST bzw. STE funktionieren.
Lediglich eine Anpassung an den TT läßt noch auf sich warten, da ich
noch keinen TT habe. Der Bugaboo in der Version V1.26 funktioniert
nicht auf Rechnern mit IMP-MMU. Der Fehler ist ebenfalls raus.
-Der Debugger unterstützt jetzt OverScan, d.h. er arbeitet zwar immer
noch auf dem kleinen Bildschirm, kann aber auf den OverScan-Modus um-
schalten. Der TurboAss nutzt nun auch eine erhöhte Auflösung, z.B. von
OverScan, Maxon-MGE (s/w-Modus), Atari-Großbildschirm.
-Ich habe eine neue Versionsnummern-Zählung eingeführt, also nicht
verwirren lassen: V1.7.0 steht für Version 1, 7.Erweitung im Funk-
tionsumfang und 0.Bugfix der 7.Erweiterung. Wen diese Versionsnummer-
ierung an Apple erinnert, der hat recht (aber nicht weitersagen...).
Ich kann nun die Versionen etwas genauer auseinander halten.
Erweiterungen des Assemblers:
-ASCII-Laden ist nun etwa 1.5 bis 4 (!) mal schneller.
-Bei ADDQ bzw. SUBQ ist kein # mehr nötig. Der Assembler ergänzt es nun
automatisch (wie bei MOVEQ und TRAP auch).
-Wenn man mit SHIFT-F2 die Accessory-Leiste aufgerufen hat, kommt man
mit UNDO oder ESC wieder zurück zum Assembler.
-Mit dem Pseudo-Opcode BREAKPT 'String' kann man einen speziellen
Breakpoint bereits im Assembler einsetzen. Der Unterschied zur
ILLEGAL-Directive ist der anzugebende String. Dieser String wird beim
Erreichen des Breakpoints vom Debugger nämlich als Befehlszeile
angesehen, d.h. der String wird vom Debugger sofort ausgeführt. Somit
kann man sich beim Erreichen der Directive z.B. automatisch einen
Speicherdump o.ä. ausgeben lassen. Der String darf sogar mehrere
Befehle enthalten, welche mit ':' zu trennen sind (':' entspricht
somit RETURN, wenn man selbst tippt). Folgt dem ':' noch ein '-', so
wird der Befehl nicht ausgegeben. Ein abschließendes ':' ist jedoch
nicht nötig.
Beispiel: BREAKPT '"Speicherüberlauf":-M ^A0#4:L PC#4'
Der Text 'Speicherüberlauf' wird bei Erreichen des Breakpoints
ausgegeben. Dann werden 4 Zeilen ab A0 als Memorydump ausgegeben. Ab
Abschluß werden noch 4 Zeilen ab PC (der automatisch hinter die
Directive gesetzt wird) gelistet.
-Beim Laden von ASCII-Sourcetexten (mit F8) bzw. beim Zuladen wird nun
die Länge der Datei in kb, sowie die schon gelesenen kb ausgegeben.
Dies ermöglicht endlich ein Abschätzen der Ladezeit bei großen
Dateien.
-Symbol ersetzen (Ctrl-E) hat nun eine weiter SEHR (!!!) praktische
Möglichkeit ganze Symbolgruppen umzubenennen. Jeder, der schon einmal
ein reassembliertes Programm dokumentiert hat, kennt das Problem: Man
hat ein Unterprogramm (nennen wir es "draw_shape") mit etwa 30 Labeln.
öblich ist wohl die Bezeichnung der Label mit "draw_shape1",
"draw_shape2", etc. statt der vorgegebenen Bezeichnung "Lxxxx" o.ä. Ab
sofort ist dies kein Problem mehr: Das Unterprogramm als Block
markieren, als zu suchendendes Symbol "~" eingeben und als zu
ersetzendes Symbol (in unserem Beispiel) "draw_shape". Nun OK drücken.
Das erste Symbol im Block heißt nun "draw_shape"; die Folgesymbole
sind aufsteigend numeriert. Diese Funktion nennt sich "Umbennen von
Symbolen", d.h. wenn ein Symbol zweimal existiert (doppelte
Deklaration), wird es, obwohl es sich nicht mehr im Block befindet, an
beiden Stellen umbenannt (denn intern es es ja dasselbe Symbol). Wer
dies Vermeiden will, kann nur zu "Symbol ersetzen" übergehen und dort
im Block ersetzen.
-Wieder habe ich mich dazu herabgelassen einige weitere Optimierungen
zu implementieren. Diesmal bringen die Optimierungen zwar keinen
Speicherplatz, dafür werden pro Opcode 4 Takte eingespart. Es werden
Folgende Befehle optimiert:
CLR.L Dx in MOVEQ #0,Dx
LSL.x #1,Dx in ADD.x Dx,Dx (ACHTUNG: V-FLAG WIRD VERÄNDERT!)
ASL.x #1,Dx in ADD.x Dx,Dx
ROXL.x #1,Dx in ADDX.x Dx,Dx
ADDA.W #xx,Ay in LEA xx(Ay),Ay
Die Optimierungen können mit CTRL-O ausgeführt werden (siehe
Menüeintrag "Assembler" und dort unter "Optimierungen").
-Der Assembler kennt nun sämtliche Toolbox und OS-Traps des Mac.
Inklusive der evtl. Parameter. Da wohl die wenigsten einen Apple
Macintosh haben, profitieren wohl lediglich Sören und ich davon...
-Die HELP-Taste zum Einklappen von PARTS funktioniert nun anders. Man
erinnert sich: PART in eine Zeile, ENDPART irgendwo dahinter. Wenn man
nun auf dem PART stand und HELP gedrückt hat, dann wurde der Textblock
eingeklappt, bzw. mit CTRL-HELP auch alle folgenden Blöcke. Nun wird
HELP folgendermaßen behandelt: HELP sucht nun ab der Cursorzeile einen
PART (aufwärts!), wird ein PART gefunden, so wird der Block einge-
klappt. Man erspart sich also das Suchen von der PART-Directive. Beim
Ausklappen von einem PART wird die Zeile mit dem Part nun auch auto-
matisch auf dem Screen (vertikal :-) zentriert.
-Mit CTRL-SHIFT-U werden unbenutzte Symbole entfernt. Dies ist für die
Leute praktisch, welche die List-Ausgabe in eine Datei umlenken, mit
einem Texteditor nachbearbeiten und nun in den Assembler laden. CTRL-U
markiert weiterhin alle unbenutzen Symbole als Warnungen, welche man
ja mit ALT-W an/ausschalten kann.
-Der TurboAss kennt jetzt auch die ARGV Parameterübergabe.
Erweiterungen des Debuggers:
-Einige neue Tastenkombinationen (ähnlich dem MonST2):
CTRL-Y : F1 - aktuellen Befehl tracen
CTRL-S : F5 - aktuellen Befehl überspringen
CTRL-A : F2 - Breakpoint hinter den aktuellen Befehl + GO (!)
-Wenn der Debugger die Datei "BUGABOO.SYM" findet (dort wo auch
"BUGABOO.INF" gesucht wird), wird diese Datei geladen (ach nee) und
der Disassembler wird alle absolut short bzw. long Adressierungen über
diese Tabelle laufen lassen. Soll heißen, wenn in der Tabelle z.B.
_sysbase = $4f2 steht, wird der Disassembler bei allen Befehlen,
welche auf diese Adresse mit obigen Adressierungsarten zugreifen, die
Adresse durch den Symbolnamen "_sysbase" ersetzen. Eine "BUGABOO.SYM"
Datei befindet sich (mit Sourcetext) bereits im LIBRARY-Ordner. Die
SYM-Dateien lassen sich mit F1 erzeugen (siehe Anleitung).
-Ich habe vergessen zu erwähnen, daß man ohne den Debugger zu verlassen
nun einen Blick in den Sourcecode werfen kann, wenn man vom Assembler
aus in den Debugger gesprungen ist. Also: wenn man irgend- wann
während des Debuggens nicht mehr weiß wo man sich im Source be-
findet; einfach F6 drücken. Dann kann man die aktuelle Position im
Sourcecode sehen. Ändern kann man da natürlich nix. Noch was: Der
Blick in den Sourcecode kostet KEINEN (!) Speicherplatz, nicht einmal
die Symboltabelle ist nötig, da der Assembler die Adressen umrechnen
kann. Die Adressen am linken Rand sind übrigens alle gleich, dies
liegt daran, daß Sören und ich noch keine Muße gefunden haben den
Sourcecode-Teil auch nur irgendwie zu optimieren (Wenn der Source
länger als 10000 Zeilen ist, wird's ziemlich langsam). Aber besser
langsam und unflexibel, als gar nix. (P.S. Welcher Assembler-Debugger
hat schon einen solchen Debugger?)
-Bei Bedingungen der Befehle: Scc, Bcc und DBcc ändert sich der "Ø" am
Zeilenanfang in ein "", wenn die Bedingung erfüllt ist! Allerdings
nur am aktuellen PC.
ACHTUNG! NEUHEITEN IM DEBUGGER:
-Sämtliche Filenamen und Pfade (z.B. LOAD, DIR, etc.) MöSSEN jetzt in
Anführungszeichen (") eigeschlossen werden. Dies ist zwar lästig, ist
aber durch eine Umstellung der internen Strukturen nötig geworden.
-Bisher konnte man ja dem Debugger in der Commandline einen Filenamen
oder einen Befehl übergeben (mit "@" davor). Dies kann man nun auch,
wenn man mit dem CALL.PRG den residenten Debugger aufruft.
-Man kann nun soviele Befehle pro Zeile angeben, wie nötig. Dazu sind
die Befehle durch einen ":" zu trennen (deswegen muß man die Pfade in
Anführungszeichen angeben).
-Auch in der oben erwähnten Commandline kann man nun mehrere Befehle
angeben. Zu beachten ist auch, daß bei der BREAKPT-Directive des
Assemblers nun auch Doppelpunkte, anstellen von "|" zur Trennung der
Befehle verwandt werden müssen.
-Das Scrolling im Debugger verhält sich etwas anders als vorher. Das
"ruhige" Scrolling ohne Flackern der untersten Zeile mußte dran
glauben (an was, kommt später).
-Auf allgemeinen Wunsch hin, funktioniert: DIR ".." auch ohne "\" am
Ende wieder (für Unwissende, damit kommt man ein Verzeichnis zurück,
d.h. eine Ordnerebene nach oben).
-Wenn bis hierher irgendwelche Probleme, Ungereimtheiten, etc.
auftreten, bitte sofort bei mir melden!
-Man kann nun mit "#load "Filename.Bug" " eine ASCII-Datei einlesen.
Was das soll? Nun, die Datei kann beliebig Befehle enthalten. Zeilen,
welche mit einem "%" anfangen werden ignoriert. Mal sehen, was sich in
Zukunft bei den Batch-Dateien ergibt (ich bitte um Vorschläge!).
Achtung: Die Befehle DIR, FOPEN, FCLOSE und FORMAT sind in einer
Batch-Datei nicht möglich.
-Der KEY-Befehl wurde ersatzlos gestrichen. Da die Tastaturmakros im
Debugger diesen überflüssig machen.
-Neue Variablen im Debugger:
MIDI :<>0 => Scancodes über MIDI werden ignoriert, sonst werden
diese als Tastencodes interpretiert (für PC-Tastaturen)
CACHE :Inhalt des CACR-Registers bei 68020 oder höher
MEMCHECK:<>0 => Speichertest entfällt. Ein Dump würde dann statt
"--"-Zeichen einfachen einen Busfehler ergeben.
ALL :Setzt alle Register (D0-A6) auf den gleichen Wert. Praktisch
zum Löschen o.ä. (die Variable kann man natürlich nur setzen)
SYMFLAG :<>0 => interne Symboltabelle (BUGABOO.SYM) nicht benutzen
SYMTAB :Zeiger auf die interne Symboltabelle (0=keine vorhanden)
-Vor dem Verlassen des Debuggers, wird getestet, ob an Adresse $40C
eine gültige Adresse steht. Wenn dem so ist, springt der Bugaboo den
Vektor an. Wofür das gut ist? Nun, so kann man noch auf die Schnelle
seine Workstation schließen o.ä. Man braucht nur ein Unterprogramm
einklinken, daß all solche Dinge tut. Damit kann man dann ein Programm
beliebig abbrechen (und wieder in den Assembler zurück), ohne daß beim
nächsten Start das VDI abstürzt (weil eine Workstation nicht
geschlossen wurde).
-Mit dem neuen Befehl COOKIE kann man sich das aktuelle CookieJar
ansehen (wenn vorhanden). Damit folge auch ich der Modeerscheinung
stets jeden Kleinkram in den Debugger einzubauen (zumal man sich das
CookieJar mit "m.l {5a0}.l" ausgeben lassen konnte).
-Ich habe noch einige Vorschläge von Thomas Waldmann berücksichtigt
(auch wenn in Deinem Brief das Gegenteil steht, Thomas):
.Wenn man die (neue) Variable RING auf 1 setzt, wird der
Ring-Indikator-IRQ nicht mehr angeschaltet. Das werden Modem-User
wohl zu schätzen wissen. Default: RING=0
.Die Variable SAVEAREA ist jetzt auch unter dem Namen S zu erreichen.
Der lange Name hat mich auch schon immer gestört.
.Beim DIR-Befehl wird jetzt vor Programmen mit der Extension PRG, TOS,
TTP, APP, ACC, PRX und ACX automatisch LE als Default vorgegeben.
Auch dies sollte wohl sinnvoll sein, da man Programme zum Debuggen
sowieso mit LE laden muß.
.Hat eine GEMDOS-, (X)BIOS-Funktion einen öbergabeparameter, welcher
ein Langwort ist, wird das Langwort (wenn >0) als Zeiger aufgefaßt
und der String auf den er zeigt ausgegeben (maximal jedoch 32
Zeichen). Damit kann man sofort sehen, welche Datei z.B. bei Fsfirst
gesucht wird. Leider kann man auch sehen, welchen Speicherblock (bzw.
welchen Inhalt) man freigibt. Läßt sich leider nicht einfach ändern.
-Und wieder einige Vorschläge von Thomas Waldmann:
.Die nachgeladene Symboltabelle "BUGABOO.SYM" kann man nun auch selbst
nutzen. Man kann z.B. ?{.phystop}.l eintippen, um phystop auszulesen.
Der Debugger nutzt jedoch weiterhin zuerst die Symbole der Tabelle
des nachgeladenen Programms. Wenn dort das Symbol nicht gefunden
wurde, wird in "BUGABOO.SYM" gesucht.
-Wenn man OverScan im Debugger nutzen will, muß man zuerst die neue
Variable OVERSCAN auf 1 setzen und die Einstellungen sichern. Ab dann
erkennt der Debugger OverScan beim Umschalten. Diese Erkennung hat
aber einen Nachteil: Der Bildschirm flackert beim Tracen ("wie Sau").
Dies liegt daran, daß zur Erkennung vom aktivierten OverScan min. 2
VBLs gebraucht werden und somit die Umschaltung der Bildschirmseiten
auffällt. Wenn man als OverScan-User die Variable auf 0 setzt, kann
man den Debugger nur in normalen Modus benutzen. Mit dem neuen Befehl
OVERSCAN kann man den User-Screen zwischen normaler Auflösung und
OverScan Auflösung umschalten. Dies wird mit dem entsprechenden XBIOS-
Befehl aus dem OverScan Treiber getan. Somit wird also auch das GEM
umgeschaltet.
Halt, halt, halt: Das mit dem Flackern gibt's nicht mehr! Es ist doch
zu lästig. Dafür merkt der Debugger allerdings das Umschalten von den
Auflösungen nicht mehr. Da sowas aber nur selten getraced werden muß,
kann man (so glaube ich (und auch Karsten Isakovic)) darauf verzichten
-Die Variable REZ (und andere, die mit dem Bildschirm zu tun haben)
sind erstmal ersatzlos entfallen.
Sonstiges:
-Andreas Alich hat uns freundlicherweise ein Programm names RSC2S zur
Verfügung gestellt. Dieses Programm ermöglicht es RSC-Dateien direkt
in den Assemblerquelltext einzubinden. Näheres im RSC2S-Ordner.
Markus Fritze