Repository navigation
oberflaeche
Mit 65 Bausteinen ist dies der größte Bereich der Plattform — alles, womit ein Mensch unmittelbar umgeht: Eingeben, Auswählen, Auslösen, Anzeigen, Blättern, Zurückmelden.
Sie müssen keinen davon auswendig kennen. Sie beschreiben, was Sie brauchen, und die Konstruktion wählt aus. Diese Seite erklärt, wonach sie wählt — damit Sie beeinflussen können, was entsteht.
Ein Formular, wie es aus einer Beschreibung entsteht. Das Bild ist kein Entwurf: es wird bei jeder Änderung neu aus einem echten Bau aufgenommen.
Alles, was auf dieser Seite steht, entsteht in einer Fläche — und die wird selten gezeigt. Hier ist sie, aufgenommen aus der laufenden Anwendung:
Ein Satz genügte: „eine Tabelle mit meinen offenen Vorgängen". Was daraus entstand, steht im Verlauf — mit Suchfeld, Sortierung und CSV-Ausgabe, ohne dass davon etwas eigens angefordert werden musste. Auch dieses Bild ist kein Entwurf: es wird aus dem echten Programm aufgenommen, und wenn eine Bedienstelle daraus verschwindet, bricht die Aufnahme.
Die Marker sitzen auf der echten Geometrie der Bedienelemente, nicht auf einer Zeichnung.
Oben die Aktionsleiste (1). Je ein Knopf für einen Baustein, den Sie oft brauchen —
anpassbar über das Kontextmenü der Leiste, ein bis fünf Reihen hoch. In der Mitte der
Verlauf (2). Was gebaut wurde, steht dort bedienbar: Sie sortieren die Tabelle, Sie
tippen in das Suchfeld, Sie geben aus. Unten die Eingabe (3). Ein Satz genügt; Enter
sendet, / zeigt die Befehle, ↑/↓ blättert durch das Gesagte.
Zwischen den drei Bereichen liegen Trenner: daran ziehen Sie einen Bereich größer oder klappen ihn ganz zu. Die Größen bleiben erhalten — das Fenster erinnert sich an sie.
In der Statuszeile stehen die Anzeigen zum Stand: welches Modell antwortet (4) und was die Selbstprüfung meldet (5).
Sieben der zehn Paletten, gefächert — vorn die dunkle Voreinstellung, hinten die helle und die kontraststarke Fassung.
Die Gestaltung liegt nicht im Programmcode, sondern in Paletten: Farben, Abstände,
Radien und Schriftgrößen stehen als benannte Werte da und werden zur Laufzeit gewechselt.
Deshalb sieht auf allen Bildern oben dieselbe Anordnung anders aus, ohne dass ein Baustein
etwas davon weiß — er fragt nach accent.primary, nicht nach einem Farbwert.
| Wenn Sie… | dann greift |
|---|---|
| etwas eingeben oder auswählen wollen, das danach weiterverwendet wird | Eingabe — Formular, Auswahlfeld, Schieberegler, Datei-Übernahme |
| etwas auslösen wollen — eine Aktion, keine Eingabe | Interaktion — Schaltflächen, Schalter, Befehlsleisten |
| etwas nur zeigen wollen, ohne dass es geändert wird | Anzeige — Text, Wert, Liste, Tabelle, Abzeichen |
| Text als Inhalt setzen — Überschrift, Absatz, Quelltext | Inhalt |
| viel Inhalt abschnittsweise zeigen — eingeklappt, gestuft, geblättert | Behälter |
| jemandem etwas mitteilen, das er zur Kenntnis nimmt statt bedient | Rückmeldung — Hinweis, Fortschritt, Meldung |
Dazu kommen Navigation (zwischen Orten wechseln, ohne Daten zu ändern), Zeitangaben (Zeitpunkt oder Zeitraum wählen), Zustand (Ampeln, Abzeichen), Überlagerung (Dialoge, Einblendungen) und Aufteilung (wie der Platz auf der Fläche verteilt wird).
Ein Zustand über die Zeit — dieselbe Sache, die als Tabelle nur eine Spalte „Stand“ wäre.
Zwischen „ein Wert wird gezeigt" und „ein Wert wird eingegeben" liegt der ganze Unterschied zwischen einer Anzeige und einem Formular. Beschreiben Sie also nicht nur was, sondern was damit geschehen soll — daraus entsteht die Wahl.
Zwei Beispiele:
- „Zeig mir die Auslastung" führt zu einer Anzeige.
- „Lass mich die Auslastungsgrenze einstellen" führt zu einer Eingabe mit Wertebereich.
Bausteine stehen nicht nebeneinander, sie können ineinandergreifen: Was der eine ausgibt, kann der andere entgegennehmen — eine Auswahl in einer Liste füllt eine Anzeige daneben, eine übernommene Datei füllt eine Tabelle. Im Baustein-Verzeichnis steht bei jedem Baustein, was er entgegennimmt und was er weitergibt.
Dieselben Angaben als Kacheln statt als Liste — die Wahl entsteht daraus, was Sie beschreiben, nicht daraus, was Sie anklicken.
Was Sie an einer Fläche ziehen, bleibt so. Spaltenbreiten, Trennerpositionen, die Reihenfolge von Reitern — solche Handgriffe werden übernommen, sobald Sie sie machen.
Die Größe des Fensters verhält sich bewusst anders: sie wird nur im dafür eingeschalteten Modus übernommen. Der Grund ist eine Alltagsbeobachtung — ein Fenster zieht man auch größer, nur um Platz zu schaffen. Einen Spaltentrenner zieht dagegen niemand aus Versehen.
Übernommen heißt: beim nächsten Öffnen ist es noch so. Sie erfahren das, ohne danach suchen zu müssen.
- Einige Bausteine sind bewusst noch Gerüste: sie lassen sich einsetzen, bringen aber noch keine ausgebaute Bedienung mit. Sie sind im Verzeichnis als solche gekennzeichnet.
- Die Bedienbarkeit ohne Maus und mit Hilfsmitteln ist über alle Bausteine hinweg nicht durchgeprüft — siehe Barrierefreiheit.
Alle 65 Bausteine mit Beschreibung stehen im Baustein-Verzeichnis.
??? info "Technisch genauer"
Jeder Baustein wird über ein Verzeichnis aufgelöst: Name → Erbauer. Ein Entwurf, der
einen Typ nennt, den es nicht gibt, wird abgewiesen — statt halb gebaut zu werden.
Farben, Abstände, Rundungen und Schriftgrößen stehen nicht im Baustein, sondern in
einem Register aus 752 benannten Werten. Deshalb wechselt eine Farbfassung das ganze
Programm und nicht einzelne Flächen.
Gebaut wird in einer Kette: erst die Fläche, dann die Verbindungen zwischen ihren
Bausteinen, dann die Anzeige. Bricht ein Glied, entsteht keine halbe Fläche.
Mehr dazu: [Wie es gebaut ist](architektur).