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MailBurg 1.4.8
Aus einem Nachmittag Fehlersuche an einem echten Rechner: ein fehlender Befehl, zwei halbe Wahrheiten in der Anleitung — und eine Ursache, die neun Tage zuvor schon einmal behoben war.
Neu: das Passwort eines Postfachs ändern
mailburg konten passwort NAMESetzt ein neues Passwort im Schlüsselbund und probiert es gleich aus. Das Postfach bleibt sonst unangetastet — insbesondere sein Abrufzustand. Beim bisherigen Umweg über Entfernen und Neuanlegen ging der verloren, und der nächste Lauf holte das ganze Postfach noch einmal durch.
Gebraucht wird das regelmäßig: Die Proton Mail Bridge erzeugt bei jeder Neuanmeldung ein neues Passwort. Im Fenster gab es den Weg längst (Postfächer verwalten → Passwort ändern …), auf der Kommandozeile nicht.
Proton steht jetzt in der Anleitung
Bisher verwies die Einstiegsanleitung auf einen Abschnitt, den es nicht gab. Dort steht nun:
- dass es bei Proton ohne die Bridge gar nicht geht — die Mails liegen Ende-zu-Ende-verschlüsselt, und es gibt keinen Server, den MailBurg direkt fragen könnte
- wie das Konto eingetragen wird (
--protonsetzt Server, Port und Verschlüsselung selbst) - was nach einer Neuanmeldung der Bridge zu tun ist: das neue Passwort im Mailprogramm und in MailBurg eintragen — und mit dem Abruf warten, bis die Bridge ihren Bestand geladen hat. Wer vorher abruft, sieht ein halb gefülltes Postfach
Der Schlüsselbund: beide Ursachen statt einer
Unter Linux beantwortet nur ein Dienst die Passwortanfragen aller Programme. Läuft der falsche, findet MailBurg die Passwörter nicht — obwohl sie da sind.
Am 07.09. war die Ursache eine systemd-Einheit, die gnome-keyring startet. Maskiert, geprüft, in die Anleitung geschrieben. Neun Tage später stand dieselbe Lage wieder da, und die Maskierung hielt unverändert: Es gab einen zweiten Weg zum selben Ziel. Neben systemd startet auch D-Bus einen Dienst, sobald jemand nach seinem Namen fragt — und dort war gnome-keyring eingetragen.
Ausgelöst hat es ein Programm mit Autostart, das beim Anmelden als erstes nach einem Passwort fragte. Es hat nichts falsch gemacht; der Fehler saß in der Registrierung.
MailBurgs Meldung nennt jetzt den Weg, nicht nur die Diagnose: welcher Dienst eingetragen ist, wo man das nachsieht und wie es sich dauerhaft ändern lässt. Die Anleitung nennt beide Ursachen und die zwei Stolpersteine, die dabei Zeit kosten — dass D-Bus neue Einträge erst nach einem Neuladen kennt, und dass bei aktivem Lingering der alte Dienst sogar das Abmelden überlebt.
Eine bestätigte Ursache ist nicht dasselbe wie die einzige. Und eine halbe Ursache in der Anleitung ist schlimmer als keine: Sie lenkt die nächste Suche an den falschen Ort.
Installieren
Ubuntu 24.04, Mint 22, Fedora, Arch, openSUSE:
chmod +x MailBurg-x86_64.AppImage
./MailBurg-x86_64.AppImageDebian 13 und GuideOS:
sudo apt install ./mailburg_*_all.debWindows: MailBurg.exe herunterladen und die alte damit ersetzen.
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