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Kurzzusammenfassung:
Es ist ernsthaft zu diskutieren, ob Kitodo Production in Zukunft nur noch ein restriktiveres Zeitungsmodell unterstützen sollte.
Ausführlich:
Kitodo Production bietet eine große Flexibilität in der Abbildung von Zeitungsausgaben. Werden für einen festgelegten Zeitraum Ausgaben angelegt, so wird ermöglicht, diese Ausgaben unterschiedlich zu aggregieren.
Legen wir für den Zeitraum 01.09.2013 - 01.09.2014 fünf Ausgaben pro Woche an
so lassen sich diese über den Reiter Vorgangs-Aggregierung in unterschiedlicher METS-Struktur abbilden:
Ausgabenweise Aggregierung:
Wochenweise Aggregierung
Wird wochenweise Aggregierung gewählt, so werden die Ausgaben einer Woche jeweils in der METS-Datei eines Kitodo-Vorgangs gebündelt. Dies führt logischerwise zu weniger Kitodo Vorgängen bzw. XML-Dateien.
In der Standard-Einstellung wird für eine Ausgabe immer ein Kitodo-Vorgang angelegt. Das ist auch was die DDB erwartet:
"Für Zeitungen, die in dem Zeitungsportal der DDB angezeigt werden sollen, muss für jede digitale Ausgabe der Zeitung ein eigener METS/MODS-Datensatz bereitgestellt werden."
Die Möglichkeit in Kitodo mehrere Ausgaben (in zu wählender Granulariät) zu bündeln, wurde aus Gründen erweiterter Flexibiltät umgesetzt. Es ist allerdings unbekannt, ob diese Flexibiltät von Institutionen wirklich benötigt wird. @matthias-ronge sagt hierzu: “When I implemented the newspaper feature in Production 1.11 back in 2014, it was a tender that demanded to allow combinations with multiple issues in one process …” und “As far as I can see, this isn't being used anywhere.”
Während auf der einen Seite also hohe Flexibiltät mit ungeklärtem Bedarf ermöglicht wird, wird eine Generierung valider XML-Dateien für die DDB nur unzureichend unterstützt und bedarf weiterer Ruleset und XSL-Anpassungen, um nicht unvollständige oder gar invalide Daten zu erzeugen:
Dies führt insgesamt zu einer sehr unbefriedegenden Konstellation:
Die Unterstützung von unterschiedlichen Formen der Ausgabenganularität erfordert die Einfügung untypisierter Pseudo-Elemente in den XML-Baum der Ausgabe, welche die Gruppierung von Ausgaben unter Monate und Tage abbildbar macht:
Untypsisierte Pseudo-Elemente führen zu Problemen im Rahmen einer Ruleset-geleiteten Validierung von Kitodo-Vorgängen. Ohne spezielle Vorkehrungen werden in untypisierte Knoten unkontrolliert Standard-Metadaten eingefügt, die zu nicht gewollten DMDSecs in der (exportierten) METS-Datei führen können. Für den Endnutzer sind sie überdies nur schwer verständlich.
Daher sollte aus meiner Sicht grundsätzlich diskutiert werden, ob diese Flexibilität weiterhin Teil des unterstützten Zeitungsmodells von Kitodo Production sein soll.
Konkret stellt sich die Frage, ob künftig verbindlich gelten sollte: Eine Zeitungsausgabe entspricht genau einem Kitodo-Vorgang und genau einem METS/MODS-Datensatz. Ein solches restriktiveres Modell würde der von der DDB erwarteten Lieferstruktur entsprechen, die derzeit notwendigen untypisierten Hilfsknoten vermeiden und sowohl Ruleset-Validierung als auch Exportlogik deutlich vereinfachen.
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Kurzzusammenfassung:
Es ist ernsthaft zu diskutieren, ob Kitodo Production in Zukunft nur noch ein restriktiveres Zeitungsmodell unterstützen sollte.
Ausführlich:
Kitodo Production bietet eine große Flexibilität in der Abbildung von Zeitungsausgaben. Werden für einen festgelegten Zeitraum Ausgaben angelegt, so wird ermöglicht, diese Ausgaben unterschiedlich zu aggregieren.
Legen wir für den Zeitraum 01.09.2013 - 01.09.2014 fünf Ausgaben pro Woche an
so lassen sich diese über den Reiter Vorgangs-Aggregierung in unterschiedlicher METS-Struktur abbilden:
Ausgabenweise Aggregierung:

Wochenweise Aggregierung

Wird wochenweise Aggregierung gewählt, so werden die Ausgaben einer Woche jeweils in der METS-Datei eines Kitodo-Vorgangs gebündelt. Dies führt logischerwise zu weniger Kitodo Vorgängen bzw. XML-Dateien.
In der Standard-Einstellung wird für eine Ausgabe immer ein Kitodo-Vorgang angelegt. Das ist auch was die DDB erwartet:
"Für Zeitungen, die in dem Zeitungsportal der DDB angezeigt werden sollen, muss für jede digitale Ausgabe der Zeitung ein eigener METS/MODS-Datensatz bereitgestellt werden."
https://deutsche-digitale-bibliothek.atlassian.net/wiki/spaces/DFD/pages/48103911/2.2.3.+Aufbau+f+r+Zeitungsausgaben#Beschreibung-in-METS
Die Möglichkeit in Kitodo mehrere Ausgaben (in zu wählender Granulariät) zu bündeln, wurde aus Gründen erweiterter Flexibiltät umgesetzt. Es ist allerdings unbekannt, ob diese Flexibiltät von Institutionen wirklich benötigt wird.
@matthias-ronge sagt hierzu: “When I implemented the newspaper feature in Production 1.11 back in 2014, it was a tender that demanded to allow combinations with multiple issues in one process …” und “As far as I can see, this isn't being used anywhere.”
(#4362 (comment))
Während auf der einen Seite also hohe Flexibiltät mit ungeklärtem Bedarf ermöglicht wird, wird eine Generierung valider XML-Dateien für die DDB nur unzureichend unterstützt und bedarf weiterer Ruleset und XSL-Anpassungen, um nicht unvollständige oder gar invalide Daten zu erzeugen:
#4362
siehe insbesondere: #4362 (comment)
Dies führt insgesamt zu einer sehr unbefriedegenden Konstellation:
Die Unterstützung von unterschiedlichen Formen der Ausgabenganularität erfordert die Einfügung untypisierter Pseudo-Elemente in den XML-Baum der Ausgabe, welche die Gruppierung von Ausgaben unter Monate und Tage abbildbar macht:
Untypsisierte Pseudo-Elemente führen zu Problemen im Rahmen einer Ruleset-geleiteten Validierung von Kitodo-Vorgängen. Ohne spezielle Vorkehrungen werden in untypisierte Knoten unkontrolliert Standard-Metadaten eingefügt, die zu nicht gewollten DMDSecs in der (exportierten) METS-Datei führen können. Für den Endnutzer sind sie überdies nur schwer verständlich.
Daher sollte aus meiner Sicht grundsätzlich diskutiert werden, ob diese Flexibilität weiterhin Teil des unterstützten Zeitungsmodells von Kitodo Production sein soll.
Konkret stellt sich die Frage, ob künftig verbindlich gelten sollte: Eine Zeitungsausgabe entspricht genau einem Kitodo-Vorgang und genau einem METS/MODS-Datensatz. Ein solches restriktiveres Modell würde der von der DDB erwarteten Lieferstruktur entsprechen, die derzeit notwendigen untypisierten Hilfsknoten vermeiden und sowohl Ruleset-Validierung als auch Exportlogik deutlich vereinfachen.
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