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Equilibrium (DE)

LX Audiolabs edited this page Jul 6, 2026 · 1 revision

Equilibrium — Master-Bus Balancer (DE)

5-Band Spektral-Balancer mit Gain, Stereobreite und Pan pro Band. Zero-Latency, lineare Verarbeitung.


Was ist Equilibrium?

Equilibrium ist ein Pre-Master Spektral-Balancer für deinen Master-Bus. Es gleicht Frequenzbänder aus, damit dein Mix überall übersetzt — Club-Systeme, Streaming, Earbuds.

Anders als Meridian (Shaper mit Kompression & Sättigung) ist Equilibrium rein linear: keine Kompression, keine Sättigung. Nur EQ, Stereobreite und Pan pro Band.

Die Grundidee: Dein Master ist zu bassig? Equilibrium senkt den Bass. Zu dumpf in den Höhen? Anheben. Zu breit im Sub? Mono machen. Bevor ein Limiter deinen Master anfasst, korrigiert Equilibrium das Spektrum.


Wo platziere ich Equilibrium?

🟢 Als erstes auf dem Master-Bus — vor jedem Limiter, Clipper oder Mastering-Chain.

Nicht für: Track/Bus-EQ (Meridian), Dynamik (Meridian/Aurum).

Warum als erstes? Korrigiere die tonale Balance bevor die Dynamikbearbeitung darauf reagiert. Erst das Spektrum richten, dann komprimieren/limitieren.


Die 5 Bänder — Referenz für elektronische Musik

Pro Band: Gain (−12 bis +12 dB), Stereobreite (0–150%), Pan.

SUB (0–80 Hz) — Kick-Fundamental + Rumble-Tail

  • Standard-Breite: 0% (Mono) — Sub immer mono für Club-Kompatibilität
  • Zu laut? Gain −3 bis −6 dB
  • Zu dünn? Gain +2 bis +4 dB
  • Stereo-Rumble? Breite bleibt 0% — im Mix fixen, nicht hier

BASS (80–300 Hz) — Kick-Body + Low-Synths + Bassline-Wärme

  • Standard-Breite: 100% — auf 50–75% reduzieren wenn Low-End unfokussiert
  • Matschig? Gain −1 bis −2 dB
  • Zu wenig Druck? Gain +2 bis +3 dB
  • Rollende Basslines? Breite leicht schmälern (75%) hält den Groove zentriert

MID (300–2k Hz) — Synth-Body + Percussion-Punch + Atmos

  • Standard-Breite: 100% — der Kern deines Tracks
  • Dünn/hohl? Gain +1 bis +2 dB
  • Überladen/muffig? Gain −1 dB
  • Pads zu breit? Breite 80–90%

PRES (2k–6k Hz) — Percussion-Attack + Synth-Definition

  • Standard-Breite: 100%
  • Dumpf? Gain +1 bis +3 dB (bringt Hi-Hats und Transienten nach vorne)
  • Scharf/ermüdend? Gain −1 bis −2 dB
  • Breite auf 90% wenn die Höhen zerfasert klingen

AIR (6k+ Hz) — Hi-Hat-Schimmer + Atmos-Tails + Hall-Luft

  • Standard-Breite: 100%
  • Zu dunkel? Gain +1 bis +3 dB
  • Zu hell/zischend? Gain −1 bis −2 dB
  • Kleine Bewegungen — ±1 dB ist schon deutlich hörbar

Wichtige Features

MONO FLOOR (0–300 Hz)

Alles unter der eingestellten Frequenz wird mono — kritisch für Club-taugliche Masters.

  • Techno / harter Bass: 120–150 Hz
  • Deep House / Ambient: 80–100 Hz
  • Nicht über 150 Hz gehen, sonst verlieren Pads an Breite.

LISTEN-Modus

Zeigt die Eingangsenergie vor deinen Korrekturen — dein rohes Mix-Spektrum. Anschalten zum Analysieren, ausschalten um deine Änderungen zu sehen.

AUTO LOUD

Misst die Lautstärke über 5 Sekunden, passt Output-Gain automatisch an. Klicken, warten, fertig.

PRE-MASTER GAIN

Statische Deckelung gegen Clipping. Standard-Ziel: −3 dBFS. Kein Limiter — ein Sicherheitsnetz.

SNAP

Exportiert den kompletten Plugin-Status als Markdown. Gib es einer KI für Mix-Feedback.


Typischer Workflow

Basslastigen Master ausbalancieren

  1. LISTEN einschalten → Band-Balken während deines Drops beobachten
  2. SUB: Kick-Peak zu hoch? −2 bis −4 dB runter
  3. BASS: Low-End matschig von layered Synths + Rumble? Breite auf 65%
  4. MID/PRES: Body vs Attack ausbalancieren — meist ±1 dB
  5. AIR: +1 dB wenn die Höhen zu wirken
  6. MONO FLOOR auf 120 Hz (Standard für Techno)
  7. AUTO LOUD → kompensieren
  8. SNAP → KI-Feedback

Für Streaming vorbereiten (Spotify/YouTube)

  1. MONO FLOOR: 80 Hz
  2. BASS: −0.5 dB (Earbud-Optimierung)
  3. MID: +0.5 dB (Klarheit)
  4. PRES: +1 dB (Präsenz)
  5. AIR: +0.5 dB
  6. AUTO LOUD → PRE-MASTER an (−3 dBFS) → SNAP

Tipps

  • Rechtsklick auf jeden Regler setzt ihn auf Standard zurück.
  • SUB immer mono (0% Breite). Keine Ausnahmen.
  • Gain-Änderungen ±1 bis ±3 dB sind normal. Mehr als ±5 dB = Mix-Problem, nicht Master-Problem.
  • LISTEN zeigt Energie, nicht Lautstärke. Tiefer Bass misst visuell hoch, klingt aber leiser fürs Ohr.
  • Referenz-Track: Spiel einen kommerziellen Track, vergleiche LISTEN-Spektrum mit deinem — das ist dein Ziel.
  • Breite-Änderungen sind subtil. 100% → 90% ist kaum hörbar, räumt aber die Messung auf.

Bekannte Einschränkungen

  • Nur Stereo (L/R). Kein Surround-Support.
  • Keine Einzelband-Kompression. Jedes Band ist linear — Dynamik-Probleme gehören in den Mix.
  • PRE-MASTER ist statisch. Kein echter Limiter — eine feste Gain-Berechnung.

Systemanforderungen

Moderne GPU erforderlich. LX-Plugins nutzen GPU-beschleunigtes Rendering (Iced + wgpu) für Echtzeit-Anzeigen.

Komponente Minimum
Windows Windows 11 64-bit
macOS Apple Silicon (M1–M4)
Linux Moderne Distribution, Vulkan-fähige GPU + aktuelle Mesa-Treiber
GPU DirectX 12 / Vulkan / Metal — GPU ab ca. 2015
DAW CLAP-kompatibel (Reaper, Bitwig, Studio One, FL Studio)

Nicht unterstützt: Windows 10 (leere Anzeigen), alte Intel-Macs, Linux auf GPUs vor 2015 (Abstürze). Es gibt keinen Software-Fallback — die GPU-Pipeline ist zwingend.


FAQ

Equilibrium UND Meridian auf dem Master? Nein. Equilibrium = Master-Balancer. Meridian = Tracks/Busse. Für Master-Kompression Aurum nutzen (in Entwicklung).

Warum zeigt LISTEN hohen SUB aber ich höre ihn nicht? LISTEN misst Energie, nicht wahrgenommene Lautstärke. 50 Hz auf gleichem Pegel wie 1 kHz klingt leiser. Vertrau deinen Ohren.

Kann ich meine Master-Einstellungen speichern? Deine DAW speichert die Einstellungen mit dem Projekt. SNAP für Dokumentation und KI-Feedback nutzen.