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Meridian (DE)

LX Audiolabs edited this page Jul 6, 2026 · 1 revision

Meridian — Channel Shaper (DE)

5-Band parametrischer EQ + Soft-Knee-Kompressor + Röhrensättigung + Inflator. Für Tracks und Gruppen-Busse.


Was ist Meridian?

Meridian ist ein Kanal-Shaper für Tracks und Gruppen-Busse. Er kombiniert:

  1. 5-Band parametrischer EQ — präzise Frequenzbearbeitung
  2. Soft-Knee-Kompressor — Dynamikkontrolle, reagiert auf Exciter-Harmonische
  3. Röhrensättigung (Warmth) — analoger Charakter
  4. Exciter — HF-Obertöne für Brillanz
  5. Inflator — Waveshaper-Dichte ohne Härte

Alle Module arbeiten in Serie. Der Kompressor hört die Exciter-Harmonischen, die Sättigung färbt das Ergebnis — alles verschmilzt organisch.

Gebaut für elektronische Musik: Kick & Rumble formen, Synth-Gruppen shapen, Percussion verkleben, Atmos fetten.


Wo platziere ich Meridian?

🟢 Tracks und Gruppen-Busse: Kick & Rumble, Low Synths, Percussion, Atmos/FX, Bass-Gruppen.

🔴 NICHT auf dem Master — dafür Equilibrium nutzen.


Signalfluss

HPF/LPF → 5-Band EQ → Tilt → Exciter → Kompressor → Warmth → Inflate → Pan → Width → Out

Regler

FILTER (Top-Strip)

Regler Bereich Standard Hinweis
HPF 2–2000 Hz 2 Hz (aus) 50 Hz = natürlich; 100 Hz = luftig
LPF 200–35000 Hz 35k (aus) 10k = weniger brilliant; 5k = dunkel
Slope A/B A (12 dB/oct) B = 24 dB/oct, steiler

EQ — 5 Bänder (Mitte)

Band Typ Frequenz Standard Slope
LO SHELF Shelf 40–200 Hz 80 Hz A/B/C
LO-MID Peak 150–800 Hz 300 Hz A/B/C
MID Peak 500–3000 Hz 1000 Hz A/B/C
HI-MID Peak 2k–10k Hz 4000 Hz A/B/C
HI SHELF Shelf 6k–20k Hz 12k Hz A/B/C

Gain: −12 bis +12 dB pro Band. Slope A=breit, B=mittel, C=schmal.

TILT EQ

Ein Knopf kippt das Spektrum wärmer (rechts = +Bass, −Höhen) oder heller. Bereich: −1.5 bis +1.5 dB.

EXCITER (Top-Strip)

Fügt harmonische Höhen-Obertöne hinzu. Der Kompressor hört diese — klingt organisch.

Regler Bereich Standard
FREQ 6–12 kHz 8k
AMOUNT 0–30% 0%
BLEND 0–100% 0%

KOMPRESSOR (Footer — Links)

Soft-Knee-Kompression nach dem EQ.

Regler Bereich Standard Tipp
THRESH 0 bis −30 dB 0 (aus) Tiefer = mehr Kompression
RATIO 1.5–4.0:1 2.0:1
ATTACK 5–50 ms 15 ms
RELEASE 50–300 ms 120 ms
MIX 0–100% 0% 40% = natürliche Parallel-Kompression
MAKEUP 0–12 dB 0 dB

Schnell-Presets:

  • Percussion-Glue: THRESH −12, RATIO 1.5, 15/100ms, MIX 40%
  • Kick & Rumble (heavy): THRESH −18, RATIO 3.0, 10/80ms, MIX 60%

WARMTH (Top-Strip)

DC-biased Tanh-Röhrensättigung.

Regler Bereich Standard
DRIVE 0–12 dB 0
W/MIX 0–100% 0%

🆕 INFLATE (Footer — Mitte)

Oxford-Inflator-inspirierter Waveshaper — Dichte und Lautheit ohne Härte.

Regler Bereich Standard Was er tut
EFFECT 0–100% 0% Waveshaper-Intensität
CURVE −50 bis +50 0 Negativ = weicher, Positiv = härterer Drive
SPLIT an/aus aus 3-Band-Crossover (300 Hz / 3 kHz)
CLIP an/aus aus Hard-Clamp vor Shaping (= aggressiver)

Start: EFFECT 30–50%, CURVE 0, SPLIT aus. SPLIT an für Transparenz, CLIP an für aggressive Drums.

STEREO (Footer — Rechts)

Regler Bereich Standard
PAN L bis R Mitte
WIDTH 0–200% 100%

MONITORING (Header)

Button Funktion
MONO Auf Mono summiert — Phasenprobleme prüfen
DELTA Nur die Differenz hören — was du veränderst
BYPASS Alle Bearbeitung umgehen

Quick Recipes — Elektronische Musik

Ziel Bus Einstellungen
Druckvoller Kick & Rumble Kick/Rumble HPF 30 Hz; COMP THRESH −18, RATIO 3.0, 10/80ms, MIX 50%; INFLATE EFFECT 35%, CLIP an
Verklebte Percussion Percussion EXCITER AMT 10%, BLEND 20%; COMP THRESH −12, RATIO 1.5, 15/100ms, MIX 40%
Warme Low-Synths Bass/Synth TILT +0.5; WARMTH DRIVE 4, MIX 30%; LO SHELF +2 dB bei 80 Hz
Breite Atmos/FX Atmos HI SHELF +2 dB bei 12k; EXCITER AMT 5%, BLEND 10%; STEREO WIDTH 120%
Lauter ohne Clipping Jede Gruppe INFLATE EFFECT 40%, SPLIT an
Saubere Sub-Isolation Sub-Send LPF 120 Hz (steil); kein Exciter/Comp/Warmth

Tipps

  • Rechtsklick auf jeden Regler = zurücksetzen auf Standard.
  • Mit B-Slope starten, nur zu A (breiter) oder C (schmaler) wechseln wenn nötig.
  • DELTA-Modus zeigt was du hinzufügst — sollte subtil sein, nicht laut.
  • Width >150% kann Phasenprobleme verursachen. Bei 100–130% bleiben.
  • Warmth allein ≠ professionell. Mit Kompression kombinieren für polierten Sound.
  • Jeden guten Sound per SNAP speichern — baue deine eigene Preset-Bibliothek.

Bekannte Einschränkungen

  • Nur Stereo (L/R). Kein Surround-Support.
  • Kompressor ist Linked-Stereo — L und R werden zusammen verarbeitet. Absicht für natürlichen Klang.
  • AUTO LOUD misst 5 Sekunden — bei stark dynamischem Material möglicherweise ungenau.
  • Exciter funktioniert am besten auf Drums/Synths/Atmos — auf reinem Sub-Bass unnatürlich.

Systemanforderungen

Moderne GPU erforderlich. LX-Plugins nutzen GPU-beschleunigtes Rendering (Iced + wgpu) für Echtzeit-Anzeigen.

Komponente Minimum
Windows Windows 11 64-bit
macOS Apple Silicon (M1–M4)
Linux Moderne Distribution, Vulkan-fähige GPU + aktuelle Mesa-Treiber
GPU DirectX 12 / Vulkan / Metal — GPU ab ca. 2015
DAW CLAP-kompatibel (Reaper, Bitwig, Studio One, FL Studio)

Nicht unterstützt: Windows 10 (leere Anzeigen), alte Intel-Macs, Linux auf GPUs vor 2015 (Abstürze). Es gibt keinen Software-Fallback — die GPU-Pipeline ist zwingend.


FAQ

Warum ist mein Output leiser als der Input? Normal. EQ/Comp/Sättigung ändern die Lautstärke. AUTO LOUD nutzen oder Output Gain manuell anpassen.

Kann ich Meridian auf dem Master nutzen? Nein. Equilibrium für den Master-Bus. Meridian ist für Tracks und Gruppen-Busse.

Kann ich Presets speichern? Deine DAW speichert Einstellungen mit dem Projekt. SNAP für Dokumentation nutzen. Vault-Setup erlaubt SNAP-Dateien in einem Ordner zu speichern.

Kompressor klingt zu aggressiv? THRESH tiefer setzen (negativer, z.B. −15 dB) und prüfen ob ATTACK nicht zu schnell ist (min. 10 ms für natürlichen Klang).

Unterschied zwischen Slope und Q? Slope = Breite eines Shelves (Bass/Excite). Q = Breite eines Peaks (Lo-Mid/Mid/Hi-Mid). Mit B starten, bei Bedarf anpassen.

Was macht INFLATE und wann sollte ich es nutzen? Inflate ist ein Waveshaper, der Dichte und wahrgenommene Lautheit ohne Härte hinzufügt. Nutze es, um Tracks voller klingen zu lassen, ohne den Kompressor härter zu pushen. Starte mit EFFECT 30–50%, CURVE 0. SPLIT an für mehr Transparenz (hält den Bass sauberer). CLIP an für aggressive Drums und härtere Genres.