Einheitliche Automatik & präzise Leistungsregelung
V4.3.0 ersetzt die gewachsenen V4.2-Pfade durch eine einheitliche Strategie- und Regelarchitektur. Im Mittelpunkt stehen ruhige Entscheidungen, verlässliche Ladebindungen und eine deutlich präzisere Regelung nahe 0 W.
Automatik und Strategie
- Der Automatikmodus arbeitet nicht mehr mit einer internen Sommer-/Winter-Umschaltung, sondern bewertet PV, Preise, Prognosen, Lernplanung und Reservebedarf gemeinsam.
- Der bisherige Sommermodus heißt nun Autarkiemodus und bleibt als eigener, bewusst PV-orientierter Modus erhalten. Gespeicherte Wintermodus-Werte werden automatisch auf Automatik umgestellt.
- Eine durch Planung, Lernplanung, Talpreis, sehr günstigen Preis, Gelegenheit oder Peakreserve gestartete Netzladung erhält eine Ladebindung und bleibt bis zum Ziel-SoC beziehungsweise Maximal-SoC aktiv.
- PV-Überschuss beendet eine gebundene Netzladung nicht mehr, sondern reduziert lediglich deren Netzanteil und verbessert den Mischpreis.
- Schutzfunktionen, manuelle Vorgaben, Ladebindungen und wirtschaftliche Strategien besitzen eine klare, zentrale Prioritätsreihenfolge.
PV-Ladung, Hauslastdeckung und Leistungsregelung
- Neue PV-Ladungen starten anhand realer Netzeinspeisung statt allein anhand der gemessenen PV-Leistung.
- PV-Ladung und Hauslastdeckung werden mit Haltezeiten und Hysteresen stabilisiert, damit INPUT/OUTPUT-Wechsel und kurze Statussprünge deutlich reduziert werden.
- Der neue INPUT-/OUTPUT-Regler führt Laden und Entladen wesentlich näher an 0 W Netzleistung und korrigiert anhaltenden kleinen Netzbezug, ohne die Regelung unnötig schwingen zu lassen.
- Schrittbegrenzungen, Schnellkorrekturen, Entlade-Halteleistung und Geräteprofile greifen nun gemeinsam in einer einheitlichen Regelkette.
- Off-Grid-Leistung wird als Anlagenzustand berücksichtigt; kleine Inselsteckdosenlasten blockieren eine strategisch nötige AC-Ladung nicht mehr pauschal.
Planung und Wirtschaftlichkeit
- Klassische Planung, PV-Prognose, adaptive Preisfenster, Peakreserve und Lernplanung sind in den neuen Automatikpfad integriert.
- PV- und Netzanteile einer Ladung werden getrennt erfasst und bei gemischter Ladung korrekt gewichtet.
- Bei PV-Ladung wird eine konfigurierte Einspeisevergütung als entgangener Erlös in den Speicherkosten berücksichtigt; ohne Vergütung bleibt der PV-Anteil bei 0 €.
- Verzögert gemeldete SoC-Anstiege verlieren ihre zuvor erfasste Kostenbasis nicht mehr. Negative Netzpreise bleiben bei der Berechnung erhalten.
- Wirtschaftliche Entladeentscheidungen beruhen damit auf einer realistischeren durchschnittlichen Kostenbasis des Akkus.
Status, Diagnose und Übersetzungen
- Strategiezustand, sichtbarer Zustand, strategischer Grund und technischer Regelgrund sind sauber getrennt.
- Nutzerstatus bleiben ruhig und verständlich; technische Details stehen weiterhin für die Fehlersuche bereit.
- Neue Diagnosewerte zeigen unter anderem Ladebindung, Strategieauswahl, angeforderte und freigegebene Betriebsart sowie Gründe für übersprungene Gerätebefehle.
- Sämtliche festen Zustände sind vollständig auf Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch übersetzt.
- Neue Tests sichern Sprachdateien, Entitäten und Enum-Zustände gegen künftige Abweichungen ab.
- Der zuvor verschluckte Lernplanungsgrund „Verfügbare Ladeleistung zu gering“ wird nun korrekt angezeigt.
Neue Geräteprofile
Unterstützt werden zusätzlich die in Diskussion #200 gemeldeten AC-gekoppelten Speicher:
- SolarFlow 3000 Mix AC+ – 3000 W AC
- SolarFlow 4000 Mix AC+ – 4000 W AC
- SolarFlow 4000 Mix Pro – 4000 W AC
- jeweils bis zu 3680 W Off-Grid-Leistung
Alle drei Profile verwenden das neutrale Regelverhalten des SF2400AC. Die Leistungsregler für Laden, Entladen und Notladung lassen sich nun bis 4000 W einstellen; das ausgewählte Geräteprofil bleibt der harte Sicherheitsdeckel.
Hinweis zu den Mix-Modellen: Die Profilunterstützung ist vorhanden. Die aktuelle Zendure-Firmware kann jedoch bei einer Token-Verbindung über Z-HA noch dazu führen, dass keine Gerätedaten geliefert werden. Das ist ein vorgelagertes Firmware-/Datenproblem.
Aktualisierung
Eine erneute Einrichtung ist nicht erforderlich. Nach dem Update Home Assistant wie üblich neu starten. Nutzer des früheren Wintermodus verwenden künftig den einheitlichen Automatikmodus; der bisherige Sommermodus erscheint als Autarkiemodus.