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Logbuch

github-actions[bot] edited this page Sep 12, 2026 · 1 revision

Logbuch

Der Verlauf eines Vorhabens. Was passiert ist, in der Reihenfolge, in der es passiert ist – von Hand geschrieben oder automatisch mitgeschrieben.

Das Logbuch ist der Kern von Lotse. Der Wo-war-ich-Brief, die Auffälligkeit im Hafen, die Suche: alles liest daraus. Ein Vorhaben ohne Logbuch ist ein Titel.


Wie man hineinschreibt

In der App: Strg/Cmd + K öffnet die Schnellerfassung, überall, auch mitten in einer anderen Ansicht. Text eintippen, Enter. Ohne Zielangabe geht es an das Vorhaben, das gerade offen ist, sonst in den Postkorb.

Im Terminal:

lotse log "Schalung fertig, Beton für Montag bestellt" -p Gartenhaus
lotse log "@Gartenhaus Beton bestellt"
cd ~/bau && lotse log "Beton bestellt"

Die drei Wege sind gleichwertig. Der dritte funktioniert, weil ~/bau als Referenz des Vorhabens hinterlegt ist (Referenzen).

Von allein: der Ordner-Beobachter, Git, die Gegenseite, ein KI-Assistent über MCP. Siehe Quellen unten.


Arten

Fünf Arten. Sie unterscheiden, was für ein Eintrag es ist – nicht, wie wichtig.

Log

Der Normalfall. Etwas ist passiert.

Schalung fertig, Beton für Montag bestellt.

Gut sind Einträge, die einen Zustand oder einen nächsten Schritt nennen. Schlecht sind Einträge, die nur ein Gefühl festhalten (»viel geschafft heute«) – die helfen in drei Monaten nicht.

Offen

Ein offener Faden. Etwas, das noch zu tun oder zu klären ist. Bleibt in Offene Punkte stehen, bis er abgehakt ist.

lotse log --offen "Statiker fragen wegen Dachlast" -p Gartenhaus
lotse offen
01M28KAQB1308AJGF0326ZDMZT  [Gartenhaus] Statiker fragen wegen Dachlast
lotse erledigt 01M28KAQB1308AJGF0326ZDMZT

Abhaken löscht nichts: der Eintrag bleibt im Logbuch und bekommt erledigt_am. Dass etwas erledigt wurde, ist selbst eine Information.

Offene Fäden sind keine Aufgabenliste. Sie sind das, was dieses Vorhaben blockiert oder offen lässt. Wer eine Aufgabenverwaltung will, soll eine benutzen – Lotse baut absichtlich keine (Nicht-Ziele).

Entscheidung

Eine Entscheidung mit Begründung. Wird in der App hervorgehoben, weil man genau danach später sucht.

lotse log --entscheidung "Ziegel statt Blech" -p Gartenhaus

Mit --entscheidung gibt es eine Vorlage für Alternativen und Begründung. Das ist der Eintrag, der in zwei Jahren die Frage »warum eigentlich Ziegel?« beantwortet – die Frage, die am häufigsten kommt und am schlechtesten dokumentiert ist.

Status

Ein Statuswechsel. Schreibt Lotse selbst, damit im Logbuch steht, wann etwas pausiert wurde und wann es wieder anlief.

Übergabe

Die Notiz beim Pausieren oder Warten. Das Erste, was der Brief zeigt.

Sie entsteht aus --notiz bei lotse projekt status und ist dort Pflicht – siehe Vorhaben.


Quellen

Wer geschrieben hat. Acht Werte, und sie sind der Grund, warum das Logbuch mehr ist als ein Notizzettel.

Quelle Wer Woher
mensch du, in der App Schnellerfassung, Projektseite
cli du, im Terminal lotse log
datei der Ordner-Beobachter Dateien geändert, verdichtet auf eine Notiz pro Tag
git ein lokales Repo Commits seit dem letzten Blick, eine Notiz pro Tag
mcp ein KI-Assistent Assistenten (MCP)
ki eine Verdichtung, die du übernommen hast KI
import von außen eingelesen
sync vom Abgleich hereingekommen auch Konfliktnotizen (Sync-Protokoll)

Die Grenze, die zählt

mensch und cli gelten als dein Kontakt. Alles andere ist Aktivität, die passiert ist, während du nicht hingesehen hast.

Genau diese Grenze macht den Brief nützlich: er zählt nicht »10 Einträge«, sondern »seit deinem letzten Besuch: 40 Dateiänderungen, 12 Commits«. Das ist die Antwort auf »ist hier was passiert, während ich weg war«.

Deshalb setzt der Ordner-Beobachter datei und nicht mensch, auch wenn du die Dateien geändert hast: Lotse weiß nicht, ob du hingesehen hast, nur dass sich etwas bewegt hat.

Warum verdichtet und nicht jede Zeile

Ein Beobachter, der jede Dateiänderung einzeln notiert, erzeugt pro Tag hundert Einträge und macht das Logbuch unlesbar. Deshalb eine Notiz pro Projekt und Tag, die im Laufe des Tages fortgeschrieben wird:

14 Dateien geändert, 2 neu: src/main.rs, src/store.rs, …

Dasselbe bei Git: eine Notiz pro Tag, nicht 200 Commit-Zeilen. Und dasselbe bei der Gegenseite: eine Zeile mit Pull Requests, Issue-Zahl und Prüfstand, keine Ticketliste.

Dieses Muster hat sich beim Ordner-Beobachter bewährt und ist seitdem die Regel für jede automatische Quelle.


Die Zeitachse in der App

Auf der Projektseite ist das Logbuch eine Zeitachse: nach Tagen gruppiert, jüngstes oben. Jeder Punkt ist nach Quelle gefärbt, sodass man auf einen Blick sieht, was von dir kam und was von allein.

Die Gruppierung rechnet in lokaler Zeit. Ein Eintrag um 00:30 gehört zum angebrochenen Tag, nicht zum vergangenen – auch wenn er in UTC noch vom Vortag ist.


Suchen

lotse suche beton
notiz    Gartenhaus               Schalung fertig, [Beton] für Montag bestellt

Volltextsuche über Titel, Kurse, Logbücher und Referenzen. Der Treffer wird markiert – in der App farbig, im Terminal in eckigen Klammern.

Tresor-Inhalte sind nie enthalten. Nicht, weil sie ausgefiltert werden, sondern weil sie gar nicht im Index stehen (Datenablage). Das ist der Unterschied zwischen einer Zusage und einer Garantie.


Was nicht geht

Bearbeiten. Ein Logbuch, das man nachträglich glättet, ist kein Logbuch. Was falsch ist, wird durch einen neuen Eintrag richtiggestellt.

Löschen einzelner Einträge. Nur das ganze Vorhaben lässt sich löschen.

Anhängen von Dateien an eine Notiz. Dateien werden als Referenzen hinterlegt – sie bleiben dann dort, wo sie hingehören, statt in einer Datenbank zu verschwinden.

Verschieben geht: eine Notiz kann in der App einem anderen Vorhaben zugeordnet werden. Dafür ist der Postkorb da.

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