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Deployment Methods ‐ deutsch
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Anvil kann Mods pro Spielinstanz auf zwei Arten bereitstellen. Die Auswahl befindet sich unter Einstellungen → Experte → Bereitstellung der Mods und wird für jede Instanz getrennt gespeichert.
| Symlinks (Standard) | OverlayFS (experimentell) | |
|---|---|---|
| Spielordner | Anvil legt Verweise auf die Moddateien an | Der unveränderte Spielordner wird mit einer Mod-Schicht überlagert |
| Systemrechte | Nicht erforderlich | Für das Ein- und Aushängen erforderlich |
| Startwege | Über Anvil; mit Dauerbetrieb auch direkt über Steam | Jeder Startweg, sobald die Schicht eingehängt ist |
| Schreibzugriffe des Spiels | Gehen in den normalen Spielordner | Gehen in den konfigurierten Overwrite-Ordner |
| Aufräumen | Verweise werden nach dem Spiel entfernt | Kernel-Mount und temporäre Schicht werden nach dem Spiel entfernt |
| „Mods dauerhaft im Spielordner lassen“ | Verfügbar | Ausgeblendet und immer deaktiviert |
Symlinks sind der Standard. Anvil erstellt für die aktiven Mods Verweise im Spielordner. Dateikonflikte werden nach der Reihenfolge in der Modliste aufgelöst: oben bedeutet höhere Priorität.
Nach einem normalen, von Anvil überwachten Spielstart werden die Verweise wieder entfernt. Der eigentliche Modspeicher bleibt dabei unverändert.
Diese Einstellung gibt es ausschließlich für Symlinks. Ist sie aktiv, bleiben die Verweise auch nach dem Beenden des Spiels und von Anvil bestehen. Das Spiel kann dann direkt über Steam oder einen anderen Launcher mit Mods gestartet werden.
Dabei gilt:
- Die Einstellung gilt nur für die aktuelle Spielinstanz.
- Beim Wechsel zu einer anderen Instanz hebt Anvil sie wieder auf.
- Spielupdates oder „Dateien auf Fehler überprüfen“ können Verweise ersetzen oder entfernen. Danach erneut über Anvil bereitstellen.
- Den Anvil-Datenordner nicht verschieben oder löschen, solange die Verweise aktiv sind.
- Für einen Start ohne Mods muss die Einstellung zuerst deaktiviert werden.
OverlayFS ist eine Funktion des Linux-Kernels. Anvil hängt eine zusammengeführte Ansicht direkt auf dem konfigurierten Spielordner ein:
sichtbarer Spielordner
├─ Mod-Schicht aus dem aktiven Profil
├─ ursprünglicher Spielordner
└─ Laufzeitschreibzugriffe → Overwrite-Ordner
Die Originaldateien im Spielordner werden nicht ersetzt. Solange der Mount aktiv ist, sehen Steam, Proton und das Spiel die zusammengeführte Ansicht. Deshalb funktioniert jeder Startweg, auch ein direkter Start über Steam.
- Anvil liest Profil, Modreihenfolge und spielabhängige Deploy-Regeln.
- Aus den aktiven Mods wird eine neue Stage-Schicht gebaut.
- Anvil hängt die Schicht vor dem Spielstart auf dem Spielordner ein.
- Schreibzugriffe des Spiels landen im konfigurierten Overwrite-Ordner.
- Erst nachdem der echte Spielprozess beendet ist, hängt Anvil OverlayFS aus und entfernt die temporäre Stage.
Der Eintrag „Mods dauerhaft im Spielordner lassen“ wird bei OverlayFS ausgeblendet und beim Speichern auf false gesetzt. Ein globaler Kernel-Mount darf nicht unbemerkt als alter Dauerzustand bestehen bleiben.
Das Ein- und Aushängen eines Kernel-Dateisystems benötigt unter Linux Systemrechte. Das Passwort wird von pkexec beziehungsweise polkit abgefragt – nicht von Anvil selbst. Anvil speichert das Passwort nicht.
Ohne zusätzliche Einrichtung erscheint die Systemabfrage beim Bereitstellen. Über „Mount ohne Passwort einrichten …“ installiert Anvil einmalig:
- das root-eigene Helferskript
/usr/local/libexec/anvil-overlay-mount; - eine polkit-Regel für den aktuellen Linux-Benutzer.
Danach darf genau dieses feste Helferskript ohne erneute Passwortabfrage ausgeführt werden. Ein veränderbares Skript im Benutzerverzeichnis wird bewusst nicht freigegeben.
OverlayFS wird nur angeboten, wenn die Laufzeitprüfung erfolgreich ist:
- Der laufende Kernel unterstützt OverlayFS oder stellt ein ladbares Overlay-Modul bereit.
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pkexec/polkit ist installiert. - Spiel- und Instanzpfad sind erreichbar.
- Der Overwrite-Ordner liegt auf einem unterstützten Linux-Dateisystem, beispielsweise ext4, btrfs oder xfs.
Sind Voraussetzungen nicht erfüllt, bleibt die gespeicherte Auswahl erhalten, aber die Overlay-Auswahl wird im Dialog gesperrt und der Grund angezeigt. Symlinks bleiben jederzeit der sichere Standardweg.
OverlayFS funktioniert auch, wenn Anvil als Flatpak läuft: Mount und polkit-Einrichtung werden über flatpak-spawn auf dem Host ausgeführt — inklusive der eingerichteten Regel ohne Passwortabfrage.
- Spielupdates und Steams Dateiprüfung nur ausführen, wenn OverlayFS ausgehängt ist.
- Stage, Workdir und Overwrite-Ordner niemals manuell verändern, solange der Mount aktiv ist.
- Schließt sich das Spiel nicht sauber, zuerst prüfen, ob noch ein Spiel- oder Launcherprozess läuft.
- Bleibt die Passwortabfrage trotz Einrichtung bestehen, die polkit-Einrichtung im Experten-Tab erneut prüfen.
- Meldet Anvil ein ungeeignetes Dateisystem, den Overwrite-Speicherort auf ext4, btrfs oder xfs verschieben.
- Bei Problemen auf Symlinks zurückschalten. Anvil hängt einen vorhandenen Overlay-Mount vor dem Wechsel ab.
Der Overlay-Modus ist bewusst Opt-in. Bestehende Instanzen bleiben auf Symlinks, bis OverlayFS ausdrücklich ausgewählt wird.
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