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Remote Desktop

Andreas Zumbansen edited this page Oct 23, 2026 · 6 revisions

Eingebettetes RDP und VNC

Unter Verbindungen → Remote Desktop sind gespeicherte RDP- und VNC-Profile sichtbar. Dieselbe Verwaltung steht in den Einstellungen unter Verbindungen bereit. SSH-Terminals findest du unter Server & Computer und in der Seitenleiste. Ein Profil auswählen und Verbinden wählen. Die Sitzung öffnet einen eigenen Tab im Explorer-Arbeitsbereich. Eine bereits geöffnete Sitzung lässt sich auch in der Übersicht anzeigen; ein abgekoppeltes Fenster kann von dort wieder in den Vordergrund gebracht werden.

Beim Anlegen eines Profils hilft die LAN-/WLAN-Netzwerksuche, erreichbare RDP-/VNC-Dienste zu finden und ihre Adresse samt Port zu übernehmen.

RDP unter Windows

ServerDesk startet einen eigenen RDP-Host mit Microsofts installiertem RDP-Steuerelement. Dessen echtes Bildschirmfenster wird in den Tab eingebettet. Beim Abkoppeln wird genau dieses Steuerelement in das neue Fenster umgesetzt; eine weitere RDP-Anmeldung wird dadurch nicht ausgelöst.

Benutzer, Domäne, Server und Port stammen aus dem Profil. Anmeldedaten werden über die lokale Prozessleitung übergeben; sie stehen nicht in der Prozess-Kommandozeile oder einer temporären .rdp-Datei. CredSSP ist aktiviert. Zertifikats- und Anmeldedialoge des Microsoft-Steuerelements können auftreten. Laufwerks-, Drucker-, Port- und Smartcard-Weiterleitung sind standardmäßig aus. Die Zwischenablage ist pro Profil wählbar.

Der Helfer liegt unter rdp/Zumbyte.RdpHost.exe. Die portable Ausgabe vollständig entpacken. Fehlt das Steuerelement oder der Helfer, zeigt der Tab einen Fehler. Auf dem Mac verwendet ServerDesk die unten beschriebene eigene Einbettung.

RDP unter macOS

Ein nativer FreeRDP-Client stellt das Bild direkt im Tab dar. Tastatur, Maus und wählbare Text- und Dateizwischenablage bleiben in dieser Oberfläche; dieselbe Sitzung kann abgekoppelt und wieder angedockt werden. Benutzer, Domäne und Passwort werden im Prozess an die native Bibliothek übergeben, ohne eine Passwort-Kommandozeile.

ServerDesk prüft das Serverzertifikat gegen den SHA256-Abdruck im verschlüsselten Arbeitsbereich. Bei einer ersten Verbindung oder einem geänderten Zertifikat muss dessen Identität bestätigt werden. Das Speichern benötigt die manuelle Masterpasswort-Freigabe. NLA/TLS sind aktiviert; klassische unverschlüsselte RDP-Sicherheit ist deaktiviert. Laufwerke, Drucker und Smartcards werden nicht weitergereicht.

VNC

VNC wird über einen eingebauten RFB-Client dargestellt. Bildschirmaktualisierungen, Tastatur und Maus laufen innerhalb des Tabs. Der vorhandene Verbindungszustand bleibt beim Wechsel zwischen Haupt- und Zusatzfenster erhalten. Authentifizierung und unterstützte Sicherheitsverfahren hängen vom Server und der verwendeten VNC-Bibliothek ab.

Klassische VNC-Passwortverfahren verschlüsseln nicht automatisch den gesamten Bildschirmverkehr. Diese Beta richtet keinen SSH-Tunnel oder VPN ein. Den Server über das dafür vorgesehene sichere Netzwerk erreichen. Die App behauptet keine TLS-Unterstützung für jede beliebige VNC-Variante.

Bildgröße, Auflösung und Eingabe

Die Werkzeugleiste über dem Bild bietet An Fenster anpassen (Standard), An Breite anpassen und 25–300 % Zoom. Bei fester Vergrößerung erscheinen bei Bedarf Scrollleisten. 100 % bedeutet ein Remote-Pixel pro physischem Bildschirmpixel. Die lokale Skalierung verändert die Auflösung des Servers nicht.

Im zweiten Dropdown eine Remote-Auflösung wählen: automatisch anhand der Fenstergröße, gängige Größen bis 3840 × 2160 oder Eigene Auflösung (gerade Breite, 320–8192 × 200–8192 Pixel). VNC behält standardmäßig die Serverauflösung bei. Dynamische Änderungen erfordern die entsprechende Serverfreigabe. Wenn diese fehlt, bleibt die lokale Skalierung verfügbar; RDP verwendet die angefragte Auflösung beim nächsten Verbinden. Die Aktualisieren-Aktion wiederholt eine Anfrage. Automatische Anfragen werden nach einer Ablehnung unterbrochen, bis die Auflösung erneut manuell gewählt wird.

Anzeige und Eingabe öffnet die weiteren Einstellungen:

Option Wirkung
Bildglättung Interpolation für das skalierte VNC-/Mac-RDP-Bild
Nur ansehen Unterdrückt Maus- und Tastatureingaben
Zwischenablage Freigabe für die Remotesitzung, nach erneutem Verbinden ausgehandelt
Vollbild Echter Vollbildmodus mit derselben Sitzung; zurück über das Symbol, die schwebende Leiste oder Strg+Alt+Eingabe
RDP-Qualität und Farbtiefe Langsame Verbindung, ausgewogen oder hohe Qualität; 16, 24 oder 32 Bit beim nächsten Verbinden
Remote-DPI Größe von Text und Apps auf dem RDP-Rechner; 100–300 %, soweit vom Server unterstützt
VNC-Bildübertragung Automatisch, ZRLE, Hextile oder Raw; Codierung und maximale Bildabfragen wirken sofort. Kompression und JPEG-Wunsch werden sofort übermittelt; Unterstützung ist serverabhängig. Farbtiefe und Shared Session gelten beim nächsten Verbinden
VNC-Cursor Lokaler Standardzeiger oder die Originalform des Servers, ohne zusätzlichen Netzwerk-Nachlauf lokal dargestellt

Die Server bestimmen die tatsächlich ausgehandelte Farbtiefe, Bildrate und Auflösung. Bildabfragen pro Sekunde sind keine Zusage der erreichbaren Bildrate. Über das Tastatursymbol lassen sich beispielsweise Strg+Alt+Entf oder Alt+Tab an die Remotesitzung senden. Im Nur-Ansehen-Modus ist das gesperrt.

Die App merkt sich die Anzeigeeinstellungen des Tabs auch beim Abkoppeln. Als Standard für diese Verbindung speichern schreibt die Optionen nach Masterpasswort-Freigabe in den verschlüsselten Arbeitsbereich. Neue Tabs verwenden diesen Standard. Ohne gespeicherten Standard wird ein großer Desktop eingepasst.

Tastenkürzel und Zwischenablage

In die Remotefläche klicken, um Maus und Tastatur an die Gegenstelle zu richten. RDP unter Windows übermittelt Windows-Tastenkombinationen auch im Fenstermodus. VNC fängt unterstützte Windows-Systemkombinationen für die fokussierte Sitzung ab. Auf dem Mac werden Cmd-Kombinationen vor den lokalen App-Menüs verarbeitet; RDP bildet übliche Cmd-Kombinationen auf Strg ab. Betriebssystemweit reservierte Kombinationen wie Strg+Alt+Entf oder macOS Cmd+Tab lassen sich nicht beliebig abfangen. Dafür die Aktion Tastenkombination senden verwenden, soweit angeboten.

Strg+Alt+Esc gibt die Remote-Tastatur frei. Strg+Alt+Eingabe schaltet Vollbild um; Strg+Alt+L bleibt QuickLock. Beim Fokusverlust werden gehaltene Tasten freigegeben.

Unter Anzeige und Eingabe → Zwischenablage freigeben ist die Weitergabe ausdrücklich wählbar. Danach erneut verbinden, damit alle Serverfunktionen ausgehandelt werden.

Sitzung Text Dateien
RDP unter Windows Microsoft-RDP-Zwischenablagekanal Native Datei-Zwischenablage, wenn am Server erlaubt; keine zusätzliche Freigabe aller lokalen Laufwerke
RDP unter macOS Unicode-Text über den RDP-Kanal Dateilisten und Dateiinhalte über den RDP-Kanal; vom Finder zur Sitzung kopieren, eingehende Dateien im ServerDesk-Dateibereich einfügen oder über das Downloadsymbol direkt in einem gewählten Zielordner speichern. Native virtuelle Dateien beim Einfügen im Finder werden nicht angeboten
VNC In beide Richtungen; Unicode bei ExtendedClipboard-Unterstützung, sonst der vom RFB-Standard unterstützte Latin-1-Text Separater SFTP-/SMB-Zugang, wenn der Client die vorhandene VNC-Dateierweiterung nicht unterstützt; die Apple-Bildschirmfreigabe bietet keine standardisierte Datei-Zwischenablage

Die Textsynchronisierung erfolgt für die aktive, fokussierte Remotefläche. Remote-Dateipfade werden geprüft; vorhandene Zieldateien werden nicht still überschrieben. Beim Wechsel der kopierten Auswahl, Trennen oder Sperren darf eine alte Dateianfrage nicht weiter auf den Tresor zugreifen. Für größere Ordner und sichtbare Transfersteuerung den Explorer verwenden.

Fehlende Komponenten einrichten

Das Zwischenablagesymbol oben in der Sitzung öffnet Zwischenablage und Remote-Komponenten einrichten.

  1. Einen SSH-Verwaltungszugang desselben Hosts auswählen oder anlegen. Host und Gruppen werden bei einem neuen Zugang vorbelegt.
  2. Prüfen erkennt das Zielsystem, vorhandene Komponenten und die Erreichbarkeit des SFTP-Subsystems. Diese Prüfung installiert nichts.
  3. Fehlen unterstützte Komponenten, erscheint eine passende Installationsaktion. Details, Befehle und Herstellerdokumentation sind einsehbar. Die Installation erfordert die Masterpasswort-Freigabe, eine Bestätigung für das Zielgerät und Administratorrechte dort. Unter Linux kann ein sudo-Passwort nur für diesen Installationsschritt eingegeben werden. Es wird über die verschlüsselte SSH-Standardeingabe übertragen, nicht gespeichert und nicht Bestandteil der Befehlszeile.
  4. Die App verwendet Windows-Komponenten über Windows Update beziehungsweise die Paketquellen von Debian/Ubuntu oder Fedora. Unter Linux können OpenSSH/SFTP und für RDP xrdp einschließlich Kanaldienst eingerichtet werden. Eine erfolgreiche Paketinstallation wird anschließend erneut geprüft. Serverrichtlinien werden nicht automatisch aufgehoben.
  5. Auf macOS gehört SSH/SFTP zum System. Die entfernte Anmeldung wird über Systemeinstellungen → Allgemein → Freigaben eingerichtet. Für die Apple-Bildschirmfreigabe wird kein fremder VNC-Server installiert.
  6. Ohne bestehenden Verwaltungszugang den Abschnitt Ersteinrichtung ohne Verwaltungszugang öffnen und die Anleitung einmal direkt auf dem Zielgerät ausführen. Eine fehlende Fernverwaltung kann nicht über eine unverbundene Sitzung installiert werden.

Dateien übertragen öffnet einen passenden SFTP-/SMB-Zugang zum selben Host oder legt dessen Konfiguration vor. Die Einrichtung überträgt keine Kennwörter in Installationsbefehlen. Abbruch, fehlende Rechte und Paketfehler werden im Dialog und unter Aktivität angezeigt. Ein bereits gestarteter Paketmanager kann nach einer Unterbrechung auf dem Zielgerät weiterlaufen; vor einem erneuten Versuch nochmals prüfen.

Anmeldedaten auswählen

Fehlt ein zugewiesener Zugang, erscheint die gemeinsame Anmeldung mit Tresorauswahl oder Passwortfeld. Die Checkbox erlaubt verschlüsseltes Speichern; ohne sie gilt die Eingabe nur im aktuell entsperrten Arbeitsbereich. Über das Schlüsselsymbol können die Anmeldedaten für eine erneute Verbindung gewechselt werden. Siehe Zugangstresor.

Trennen und Neustarten

Trennen beendet die Netzwerkverbindung; Verbinden startet sie erneut. Ein Tabwechsel oder Andocken beendet die Sitzung nicht. Ein App-Update oder das Beenden der Anwendung trennt aktive Remotesitzungen. Der Arbeitsplatz des entfernten Rechners richtet sich anschließend nach dessen Sitzungsrichtlinien.

Geprüfter Umfang

Ein echter lokaler VNC-Protokollserver prüft Handshake, Bilddaten sowie Maus-/Tastaturnachrichten. Das echte Microsoft-RDP-Steuerelement wurde als eingebettetes Fenster und mit unveränderter Fensteridentität beim Abkoppeln/Andocken geprüft. Auf macOS wurden zusätzlich ein echter lokaler TLS-RDP-Handshake, Zertifikatabdruck, Bildübertragung und Eingaben geprüft. Eine erfolgreiche NLA-Anmeldung an einem externen Unternehmensserver wurde mangels bereitgestelltem Testserver nicht beobachtet.

Weiter: Tabs · Fehlerbehebung

VNC flüssig einstellen

Der Automatikmodus bevorzugt die komprimierte ZRLE-Übertragung. ServerDesk decodiert Raw- und ZRLE-Bilder blockweise und fordert die nächste Aktualisierung bereits während des laufenden Empfangs an. Pro Aktualisierung wird höchstens eine reguläre Vorab-Anforderung erzeugt; mehrere Rechtecke führen nicht zu einer unbeschränkten Bildwarteschlange. Die Anzeige übernimmt fertig verarbeitete Bilder.

Unter Anzeige und Eingabe sind Bildübertragung, Farbtiefe beim nächsten Verbinden, Kompression (0–9) und Maximale Bildabfragen pro Sekunde erreichbar. Für die konkret erprobte MacBook-Verbindung von Windows aus funktionierten ZRLE, 16 Bit, 60 Bildabfragen/s und Kompression 1 angenehm flüssig. Das ist ein Ausgangspunkt für ein schnelles LAN; andere Server und Netze können andere Einstellungen benötigen. 60 Abfragen sind keine garantierten 60 Bilder pro Sekunde.

Die Statuszeile nennt die tatsächlich gelieferte Codierung. Ein Server darf trotz Hextile-/ZRLE-Wunsch Raw liefern; dies wird als Server-Fallback angezeigt. 16 Bit reduziert die Datenmenge bei geringerer Farbgenauigkeit. Für volle Farbtiefe die entsprechende Auswahl anwenden und neu verbinden. JPEG-Qualität wirkt nur bei einer vom Server verwendeten JPEG-fähigen Codierung.

Schnelle Mausbewegungen senden die aktuelle Position; Klicks, Loslassen, Ziehen, Scrollen und Tasten behalten ihre Reihenfolge. Parallele VNC-Sitzungen teilen keine blockierende Eingabewarteschlange. Client-Cursor verwendet den lokalen Standardzeiger. Host-Cursor verwendet die vom Server gelieferte Form und bis dahin einen sichtbaren Standardzeiger.

VNC-Monitore und Fenster

Meldet der Server mehrere Monitore, lassen sie sich auswählen und in eigenen Fenstern anzeigen. Die Ansichten teilen sich dieselbe Verbindung und erhalten die serverweiten Eingabekoordinaten. Fenstergröße und Position bleiben gespeichert. Die Monitoraufteilung hängt von den Layoutinformationen des VNC-Servers ab. Dies ist keine Zusage einer RDP-Mehrmonitorfunktion.

SecureVNC-DSM

Unter Windows x64 im Profil oder unter Anzeige und Eingabe ausdrücklich aktivieren. Das geprüfte SecureVNCPlugin64.dsm lokal auswählen oder über SecureVNC herunterladen direkt vom Hersteller beziehen. Archiv und Modul werden vor Verwendung gegen feste Prüfsummen geprüft. Erst der nächste Verbindungsaufbau verwendet das ausgewählte Modul. Bei aktiviertem DSM erfolgt kein stiller Rückfall auf eine unverschlüsselte Verbindung.

Das externe Hersteller-Modul wird nicht mitgeliefert und ist unter macOS nicht ladbar. Unterstützt wird die hier geprüfte Passwort-/Passphrase-Anmeldung; zusätzliche Client-Schlüsseldateien sind nicht Bestandteil dieses Builds. Hersteller und Lizenz sind im Dialog verlinkt.

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