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Webserver Regie

Michael Massee edited this page Jul 27, 2026 · 1 revision

Webserver-Regie

Was ist die Webserver-Regie?

Der normale Webserver und Composite Views laufen auf ports­gebundenen Adressen, die sich ändern können – z. B. wenn ein Composite View neu konfiguriert oder ein Turnierdokument neu geöffnet wird. Für Zuschauerbildschirme, Projektoren oder Lesezeichen ist das unpraktisch: Die URL müsste jedes Mal neu eingegeben werden.

Die Webserver-Regie löst das, indem sie einen eigenen, zusätzlichen HTTP-Server auf einem festen Port bereitstellt, unter dem beliebig viele Ziele mit stabilen, sprechenden URLs angelegt werden können (z. B. http://host:8500/rangliste/). Jedes Ziel zeigt auf eine aktuell laufende „Quelle" – einen aktiven Composite View oder die Turnier-Startseite. Wird die zugeordnete Quelle geändert (z. B. weil ein Composite View auf einen anderen Port verschoben wurde), bleibt die Regie-URL für den Zuschauer exakt gleich.

Aktivieren

Die Webserver-Regie wird über Extras → Optionen → PétTurnMngr → Webserver-Regie aktiviert:

Einstellung Beschreibung
Webserver-Regie aktiv Schaltet den Regie-Server ein/aus
Port Fester TCP-Port des Regie-Servers (1–65535)

Der Regie-Port muss sich von allen konfigurierten Composite-View-Ports unterscheiden – bei einem Konflikt wird eine Fehlermeldung angezeigt und nichts gespeichert.

Ziele verwalten (Sidebar)

Anders als die übrigen Optionsseiten werden die einzelnen Ziele nicht in den LibreOffice-Optionen, sondern im Panel „Webserver Regie" der PTM-Seitenleiste verwaltet (Deck PétTurnMngr, siehe auch Sidebar). Dort erscheint pro Ziel eine Zeile mit:

Spalte Beschreibung
Name Anzeigename des Ziels; daraus wird automatisch die URL abgeleitet (siehe URL-Namen)
View Auswahl der Quelle: alle aktuell aktiven Composite Views sowie ggf. die Turnier-Startseite
Aktiv Schaltet das Ziel frei/inaktiv, ohne es zu löschen
„−" Entfernt die Zeile
„+" Fügt eine neue Zielzeile hinzu

Änderungen werden automatisch gespeichert (kurze Verzögerung nach der letzten Eingabe) und wirken sich sofort auf bereits geöffnete Browserfenster aus.

URL-Namen (Slugs)

Der URL-Pfad eines Ziels (Slug) wird automatisch aus dem eingegebenen Namen erzeugt: Groß-/Kleinschreibung wird vereinheitlicht, Umlaute/Akzente werden entfernt (ßss), und alle nicht erlaubten Zeichen werden durch Bindestriche ersetzt (z. B. „Rangliste Halle 1" → rangliste-halle-1). Ein Zielname darf nicht leer sein und darf nicht ausschließlich aus Sonderzeichen bestehen, sonst entsteht kein gültiger Name und die Zeile wird beim Speichern übersprungen.

Folgende Namen sind reserviert und können nicht als URL-Name verwendet werden: assets, images, events, steuerung, gong.wav.

Aufruf im Browser

Adresse Verhalten
http://host:regiePort/ Übersichtsseite mit allen konfigurierten Zielen, deren Pfad und aktuellem Status
http://host:regiePort/<slug>/ Öffnet die dem Ziel zugeordnete Quelle live

Die Übersichtsseite zeigt zu jedem Ziel den Namen, den Pfad und einen Status:

  • Aktiv: <Quellenname> – Ziel ist aktiv und die zugeordnete Quelle läuft
  • Quelle nicht aktiv: <Quellenname> – Ziel ist aktiv, die zugeordnete Quelle läuft aber gerade nicht (z. B. Composite View gestoppt)
  • Quelle nicht gefunden – die zugeordnete Quelle existiert nicht mehr (z. B. gelöscht)
  • Inaktiv – das Ziel selbst ist deaktiviert

Ist ein Ziel inaktiv oder existiert der aufgerufene Pfad nicht, wird eine Hinweisseite angezeigt statt eines Fehlers ohne Erklärung.

Live-Verhalten

Ein einmal im Browser geöffnetes Ziel bleibt auf derselben URL geöffnet, auch wenn sich die Konfiguration ändert:

  • Quelle wird gewechselt (z. B. das Ziel wird in der Sidebar auf einen anderen Composite View umgestellt): Die bereits offene Verbindung wird ohne Neuladen der Seite live auf die neue Quelle umgebunden.
  • Ziel wird deaktiviert oder die Quelle verschwindet ganz: Die Verbindung wird geschlossen; der Browser verbindet sich automatisch neu und zeigt dann den passenden „nicht aktiv"-Hinweis.

Dieses Verhalten macht die Webserver-Regie besonders geeignet für fest montierte Anzeigebildschirme oder Projektoren: Einmal die Regie-URL aufgerufen, muss dort während des gesamten Turniers – auch über mehrere Composite-View-Umkonfigurationen hinweg – nichts mehr manuell nachgestellt werden.

Typisches Einsatzszenario

  1. Composite Views anlegen (siehe Composite-Views) – z. B. „Rangliste Halle 1" auf Port 9100 und „Rangliste Halle 2" auf Port 9101.
  2. Webserver-Regie aktivieren, z. B. auf Port 8500.
  3. In der Sidebar zwei Ziele anlegen: „Rangliste Halle 1" (View → Rangliste Halle 1) und „Rangliste Halle 2" (View → Rangliste Halle 2).
  4. Auf den Anzeigebildschirmen jeweils die stabile URL öffnen: http://host:8500/rangliste-halle-1/ bzw. http://host:8500/rangliste-halle-2/.
  5. Muss später ein Composite View aus irgendeinem Grund neu angelegt oder auf einen anderen Port verschoben werden, bleibt die aufgerufene Regie-URL unverändert – der Anzeigebildschirm zeigt ohne weiteres Zutun die aktualisierte Ansicht.

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