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Zeitplan Feature

Michael Massee edited this page Aug 6, 2026 · 3 revisions

Zeitplan-Feature: Rundenzeitplanung mit Durchgang-Aufteilung

Was ist das Zeitplan-Feature?

Normalerweise schreibt PTM alle Paarungen einer Runde einfach untereinander, ohne Zeitbezug – die Turnierleitung organisiert die Bahnenbelegung manuell. Bei Systemen mit vielen Teams und vielen Runden (Schweizer System, Maastrichter, Formule X) gibt es aber oft mehr Paarungen pro Runde als Bahnen zur Verfügung stehen.

Das Zeitplan-Feature löst das: Ist es aktiviert, teilt PTM eine zu große Runde automatisch in mehrere zeitlich versetzte Durchgänge (auch „Heats" genannt) auf. Durchgang 1 spielt zuerst auf allen verfügbaren Bahnen, danach Durchgang 2 auf denselben (wiederverwendeten) Bahnen, usw. Für jeden Durchgang berechnet PTM Start- und Endzeit, die Runden hängen sich automatisch per Formel aneinander, und die Bahnen werden pro Durchgang neu nummeriert.

Das Feature ist rein additiv: Ist es deaktiviert (Standardeinstellung), verhalten sich alle Systeme genau wie vorher – keine Zeit-Spalte, keine Aufteilung, keine Änderung an Paarungslogik oder Wertung.

Verfügbar für: Schweizer System, Maastrichter System (nutzt intern dieselbe Logik wie das Schweizer System) und Formule X. Siehe Warum nur diese drei Systeme? weiter unten.

Zur reinen Vorab-Planung ohne laufendes Turnier (z. B. um passende Werte für Zeitlimit, Bahnenzahl oder Startzeit zu ermitteln, bevor überhaupt ein Turnier angelegt wird) eignet sich der eigenständige Planungsrechner.

Video

PTM Zeitplanung und Planungsrechner

Aktivieren und konfigurieren

Alle Einstellungen werden im Zeitplan-Dialog im Konfigurationsblatt des jeweiligen Turniersystems vorgenommen:

Option Typ Standard Bedeutung
Zeitplan aktiv Ja/Nein Nein Hauptschalter. Bei „Nein" bleibt alles wie ohne das Feature.
Anzahl Bahnen Zahl 0 Wie viele Paarungen gleichzeitig auf physisch getrennten Bahnen gespielt werden können. Bestimmt die Größe eines Durchgangs. Bei 0 wird zwar weiterhin eine Rundenstartzeit berechnet, aber keine Durchgang-Aufteilung durchgeführt – die ganze Runde gilt dann als ein einziger Durchgang.
Durchgang Zeitlimit (Minuten) Zahl 15 Angenommene Spieldauer eines Durchgangs (alle Bahnen eines Durchgangs spielen parallel, daher zählt die Dauer der langsamsten Partie).
Durchgang Pause (Minuten) Zahl 5 Pufferzeit zwischen zwei Durchgängen innerhalb derselben Runde (Bahnwechsel, Ergebnis eintragen).
Runden Pause (Minuten) Zahl 10 Pufferzeit zwischen zwei Runden (üblicherweise länger, da danach neue Paarungen berechnet werden müssen).
Turnier Startzeit Uhrzeit (HH:MM) 09:00 Startzeit von Runde 1.

Eine Änderung der Einstellungen wirkt sich erst auf die nächste neu erzeugte Runde aus (per „Neu auslosen" oder „Nächste Runde") – bereits erzeugte Runden werden nicht rückwirkend verändert.

Bei der Turnier-Startzeit gilt eine Besonderheit: Sie wird beim Erzeugen von Runde 1 einmalig als fester Wert in die entsprechende Zelle übernommen. Diese Zelle im Sheet ist danach frei editierbar und die führende Quelle – eine spätere Änderung der zentralen Konfiguration verschiebt eine bereits erzeugte Runde 1 nicht mehr nachträglich.

Der Aufteilungsalgorithmus

Ein Durchgang ist eine Gruppe von Paarungen, die gleichzeitig auf den verfügbaren Bahnen gespielt wird. Reichen die Bahnen für alle Paarungen einer Runde nicht aus, entstehen mehrere Durchgänge, die nacheinander stattfinden. Die Aufteilung erfolgt in einfachen Blöcken der Größe „Anzahl Bahnen"; ein Rest am Ende bildet einen eigenen, kleineren letzten Durchgang.

Beispiel: 8 Paarungen, 3 Bahnen → Aufteilung in die Blöcke 3 / 3 / 2:

Durchgang Paarungen Belegte Bahnen
1 1–3 1, 2, 3
2 4–6 1, 2, 3 (wiederverwendet)
3 7–8 1, 2

Passen alle Paarungen bereits in einen einzigen Durchgang (z. B. 3 Paarungen bei 3 Bahnen), entsteht keine Aufteilung – es gibt dann auch keine Trennlinien und keine Bahn-Neu-Nummerierung.

Zeitplan-Berechnung im Detail

Neben der eigentlichen Spielrunden-Tabelle entsteht eine zusätzliche Zeit-Spalte, die Start- und Endzeit jedes Durchgangs sowie die Rundenstartzeit zeigt.

Fortsetzung des Beispiels (8 Paarungen, 3 Bahnen, Turnier-Startzeit 09:00, Zeitlimit 15 Minuten, Durchgang-Pause 5 Minuten):

Durchgang Start Ende
1 09:00 09:15
2 09:20 (09:15 + 5 Min Pause) 09:35
3 09:40 (09:35 + 5 Min Pause) 09:55

Die Runde dauert damit insgesamt von 09:00 bis 09:55 (55 Minuten für 8 Paarungen auf 3 Bahnen).

Jeder Durchgang hängt sich an die tatsächliche Endzeit des vorherigen Durchgangs an, nicht an eine rechnerisch vorab bestimmte Zeit – ändert sich Zeitlimit oder Pause während einer laufenden Runde, bleibt die Kette konsistent, weil jede Zelle nur von ihrem direkten Vorgänger abhängt.

Verkettung mehrerer Runden

Auch die Startzeit der nächsten Runde hängt sich an das tatsächliche Ende der vorherigen Runde plus Runden-Pause an – nicht an einen festen Abstand ab der Turnier-Startzeit. Im Beispiel: Runde 1 endet um 09:55, Runden-Pause = 10 Minuten → Runde 2 startet um 10:05. Hat Runde 2 wieder 8 Paarungen bei 3 Bahnen, wiederholt sich exakt dasselbe Muster ab 10:05 (Durchgang 1 = 10:05–10:20, Durchgang 2 = 10:25–10:40, Durchgang 3 = 10:45–11:00).

War die vorherige Runde nicht in Durchgänge aufgeteilt (z. B. weil die Anzahl Bahnen ausreichte), verwendet PTM stattdessen die Dauer der ungeteilten Runde (Rundenstartzeit + Zeitlimit + Runden-Pause).

Wird ein Spielrunden-Sheet manuell umbenannt, bleibt die Verkettung zur nächsten Runde weiterhin korrekt.

Bahn-Nummerierung pro Durchgang

Ohne Durchgang-Aufteilung nummeriert PTM die Bahn-Nr-Spalte fortlaufend über die ganze Runde (1..8 im Beispiel). Da physische Bahnen zwischen den Durchgängen aber wiederverwendet werden, beginnt PTM bei aktiver Durchgang-Aufteilung die Nummerierung stattdessen pro Durchgang neu bei 1:

Paarung 1 2 3 4 5 6 7 8
Ohne Aufteilung 1 2 3 4 5 6 7 8
Mit Aufteilung 1 2 3 1 2 3 1 2

Das gilt nur, wenn die Spalte „Spielrunde Spielbahn" auf nummeriert oder eine vergleichbare automatische Nummerierung steht. Bei manueller oder zufälliger Bahnvergabe bleibt die Spalte unverändert.

Die automatische Duplikat-Warnung für die Bahn-Nr-Spalte (rote Markierung bei doppelt vergebenen Bahnnummern) wird dabei ebenfalls angepasst: Sie prüft nur noch innerhalb desselben Durchgangs auf Duplikate, statt fälschlich die gesamte Spalte als doppelt zu markieren.

Optische Trennlinien

Zwischen den Durchgängen zieht PTM eine doppelte horizontale Linie, damit auf einen Blick erkennbar ist, wo ein neuer Durchgang beginnt. Vor dem allerersten Durchgang gibt es keine Trennlinie, da er direkt unter der Kopfzeile beginnt. Die Durchgänge werden bewusst nur optisch unterschieden (keine zusätzlichen Text-Labels wie „Durchgang 2"), damit die Tabelle kompakt bleibt.

Warum nur diese drei Systeme?

Das Feature ist speziell für Rundenliga-Systeme mit potenziell vielen Teams und begrenzt verfügbaren Bahnen gedacht (viele Runden mit vielen Paarungen pro Runde): Schweizer System, Maastrichter System und Formule X passen alle in dieses Muster.

Nicht verfügbar für: Poule-A/B, K.-o.-Systeme (einfaches K.-o., Kaskaden-K.O.), Supermêlée, Trip-Tête, Monrad-System, Dänisches System, Kölner Sextet. Bei diesen Systemen ist entweder die Anzahl gleichzeitiger Spiele pro Runde von vornherein klein (K.-o.-Systeme: pro Runde nur noch die Hälfte der Teams), oder die Struktur passt nicht zum Konzept „eine Runde in mehrere Durchgänge aufteilen" (z. B. Poule-Gruppenspiele, die bereits eigenständig geplant werden).

Typisches Einsatzszenario

  1. Turnier mit dem Schweizer System, Maastrichter System oder Formule X anlegen.
  2. Im Zeitplan-Dialog Zeitplan aktiv einschalten, die Anzahl der tatsächlich verfügbaren Bahnen eintragen, sowie Zeitlimit, Pausen und Turnier-Startzeit passend zur Örtlichkeit festlegen.
  3. Neue Spielrunde erzeugen – die Zeit-Spalte, die Durchgang-Trennlinien und die Bahn-Nummerierung pro Durchgang erscheinen automatisch.
  4. Am Bahnrand oder auf Anzeigebildschirmen (siehe Webserver / Composite Views) ist damit sofort ersichtlich, wann welcher Durchgang beginnt und endet und welche Bahn welche Paarung bespielt.
  5. Bei Bedarf können Zeitlimit, Pausen oder die Bahnenanzahl vor der nächsten Runde angepasst werden – die Zeitplanung passt sich automatisch an, ohne bereits gespielte Runden zu verändern.

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