Rückmeldung

stefaneidelloth edited this page Dec 4, 2018 · 28 revisions

Es gibt mehrere Arten von Sensoren (genauer Rezeptoren), die mit Nerven verbunden sind und uns etwas über den Zustand eines Muskels mitteilen können:

a) Muskelspindeln: Messen die Länge/Dehnung von Muskeln und die Geschwindigkeit, mit der sich die Länge ändert. Sie sind in Längsrichtung in den Muskeln eingebettet. Die Signale dieser Sensoren sind so verschaltet, dass sie fördernt auf die Muskelkontraktion wirken.

b) Golgi-Sehnenorgan: Messen die Spannung am Ende des Muskels / in den Sehnen. Die Signale dieser Sensoren sind so verschaltet, dass sie hemmend auf die Muskelkontraktion wirken.

c) Ruffini-Körperchen, Vater-Pacini-Körperchen Drucksensoren in den Faszien (Gewebe, welches die Muskulatur umhüllt)

Die Steuerung der Muskelspannung erfolgt nicht nur (willentlich) durchs Gehirn. Die Muskelspannung wird auch direkt übers Rückenmark reguliert. Dabei haben die Muskelspindeln und die Golgi-Zellen eine besondere Bedeutung. Für die Regulation der Muskelspannung ist das ausgewogene Zusammenspiel dieser beiden Sensoren wichtig (siehe auch Regelkreise).

Die Sensoren in den Faszien tragen zur Bewegungssteuerung bei, indem sie eine Rückmeldung über den auf sie einwirkenden muskulären Zug geben. Die Effekte dieser Sensoren hinsichtlich der Tonusbeeinflussung sind noch nicht geklärt. Bei manueller Verformung werden Muskelgewebe und Faszien nicht getrennt voneinander behandelt. Alle tiefenwirksamen Techniken werden auch die Rezeptoren in den Faszien ansprechen. (Bernhard Reichert, Massage-Therapie 2015).

Zusätzliche Sensoren, deren Signale auch indirekt die Muskelspannung beeinflussen, gibt es z. B. in der Haut und in den Gelenken und Bändern, siehe auch Sensoren.


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